Rationalität, Verzicht auf jegliche Ornamente und Funktionalität: ein damals unkonventioneller Stil, aber noch heute sehr aktuell. Hier eine Sammlung von 10 ikonischen Stücken zur Erinnerung an Bauhaus Art

Die ist der letzte Artikel, als Hommage an die legendäre Bauhaus-Schule. Wir werden versuchen, die charakteristischen Merkmale seines Stils, durch die Beschreibung der Bauhaus Art und 10 Design-Ikonen darzustellen, welche die Geschichte der Gropius-Schule geprägt haben.

Jedes, in dieser Zeit produzierte Objekt, vermittelt ausdrücklich die Leitsätze, welche zu bedeutenden Symbolen der modernen Bewegung geworden sind.

Kehren wir für einen Moment, zur britischen Bewegung „Arts and Crafts“ von Morris und Ruskin zurück.

Alles beginnt mit der Idee, dass Künstler/Handwerker die soziale Pflicht haben die Schönheit hervorzuheben und im Prozess der Industrialisierung, Produktion und Massenfertigung von Produkten einzugreifen. Ein schönes Objekt, soll auch funktionell sein.

Eine neue Philosophie wird angenommen: „Form follows function“ ( Die Form folgt der Funktion), welche sich „an eine Welt von Autos, Radios und schnellen Autos anpasst„.

Die Formen werden vereinfacht, um den Anforderungen der Massenproduktion gerecht zu werden. Es verschwinden die Ornamente und lassen nur wesentlichen Geometrien Platz, um das Gleichgewicht zwischen Ästhetik und Funktionalität zu suchen, Abstraktion und Mechanisierung zu kombinieren.

10 Design-Ikonen der Bauhaus Art

Hier eine Zusammenfassung einiger Ikonischen Stücke der Bauhauskunst.

1. Wassily-Stuhl von Marcel Breuer

Der erste Design Rohrstuhl, besteht aus einem einzigem Stahlrohr. Dieser hat die Geschichte der modernen Möbel revolutioniert.

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Bauhaus Art – Wassily-Stuhl von Breuer

Von Marcel Breuer zwischen 1925 und 1926 entworfen und als B3-Modell bekannt, beeindruckte dieser Stuhl den Maler Wassily Kandinsky, Freund und Arbeitskollege von Breuer, so sehr, dass er diesem seinen Namen gab.

Durch beseitigen der überflüssigen Geometrie, wird die generierende Idee die aus Segeltuch und verchromten Stahlrohren, wie bei einem Fahrrad, deutlich.

Aufs Wesentliche reduziert, zeigen die Objekte nichts anderes als ihre Funktionalität.

2. Wiege von Peter Keler

Die Wiege wurde vom deutschen Architekten Peter Keler für die erste Bauhaus-Ausstellung 1923 in Weimar entworfen. Diese ist ein klares Zitat aus dem Werk des Malers Mondrian. An ihr wendete er die typische Zuordnung der Grundfarben Rot, Gelb, Blau zu den Grundformen Quadrat, Dreieck, Kreis an.

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Bauhaus Art – Keler Wiege

Die zweidimensionale Darstellung des Objekts unterstreicht noch mehr die geometrische Strenge der Formen: ein Dreieck, dass in einen Kreis eingeschrieben ist. Die Nutzung des Umfangs ist nicht zufällig: Sie erlaubt die Schwingung der Wiege und macht sie zu einem vitalen und energetischen Objekt, vor allem aber wieder funktionell.

3. Adjustable Table E-1027 von Eileen Gray

Eleganz und Raffinesse für diesen Klassiker: Proportion, Leichtigkeit und Transparenz haben diesen Tisch zu einer Ikone der Bauhaus Art und im Allgemeinen, des Designs des 20. Jahrhunderts gemacht.

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Bauhaus Art – Adjustable E-1027 von Gray

Der im Jahr 1927, von Eileen Gray entworfene Beistelltisch E-1027, erscheint in der Tat als eine zeitgenössische Kreation, sowohl für Verwendung der Materialien als auch für die Wahl proportionaler und geschlossener Formen (Durchmesser 51 cm und höhenverstellbar von 62 bis 101 cm).

Dieser ist nach dem Sommerhaus E 1027 „Maison en bord de mer“ benannt, das Eileen Gray für sich und ihren Mitarbeiter Jean Badovici baute. Der geheimnisvolle Codename stammt ebenfalls von ihr: E steht für Eileen, 10 für Jean (J ist der 10. Buchstabe des Alphabets), 2 für B(adovici) und 7 für G(ray).

4. Bauhaus-Schachspiel von Josef Hartwig

Schönheit durch die Verwendung von Alltagsgegenständen ins Haus zu bringen, bildet den Einzelnen, in Werten wie Harmonie, Ästhetik und Funktionalität aus: Selbst das Schachbrett, ist mit einem tiefen ideologischen und demokratischen Wert versehen.

Hier, das berühmte Schachbrett von Josef Hartwig, zwischen 1923 und 1924 entworfen.

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Bauhaus Art – Schachspiel von Hartwig

Hartwig hat die einzelnen Figuren auf ihre Tatsächliche Funktion bearbeitet: und zwar bestimmte Bewegungen auf dem Schachbrett auszuführen.

Die Stücke entstehen in Bezug auf ihren eigentlichen Zweck.

Ästhetischer Wert ist etwas, das mit Funktionalität einhergeht. Der Läufer wird zu einem ‚X‘, dass die diagonalen Bewegungen, der dieser ausführen kann, symbolisiert. Der Springer, bewegt sich rechtwinklig in Hakenform auf vier Feldern und wird zu einem ‚L‘. Die Dame die beweglichste Figur, besteht aus Zylinder und Kugel usw.

5. Barcelona-Sessel von Mies van der Rohe und Lilly Reich

Eine der Design-Ikonen des zwanzigsten Jahrhunderts, ist der berühmte Barcelona-Sessel, eine wahre Ikone der Bauhaus Art.

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Bauahaus Art – Barcelona-Sessel von Mies

Der Sessel wurde 1929 von Mies van der Rohe, unterstützt von der Architektin Lilly Reich, für den deutschen Pavillon der Weltausstellung in Barcelona entworfen. Seitdem ist er zu einer legendären Ikone für Stil und Eleganz, für Architekten und Designer auf der ganzen Welt geworden.

Um mit der Entwicklung neuer Technologien Schritt zu halten, wurde dieser 1950 überarbeitet: Der Rahmen, der zunächst aus zwei verschraubten Teilen bestand, wurde zu einem einzigen Stück umgestaltet. Es wurde Edelstahl eingeführt und das ursprüngliche elfenbeinfarbene Wildschweinleder durch Rindsleder ersetzt.

6. Brno-Stuhl von Mies van der Rohe

Der Brno-Stuhl, ein weiteres Meisterwerk von Mies van der Rohe, wurde zwischen 1929 und 1930 für das Esszimmer des Ehepaar Tugendhat in Brünn, entworfen.

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Bauhaus Art – Brno-Stuhl von Mies

Mies hatte ihre Villa entworfen, wobei er sich auch um die Inneneinrichtung kümmerte. Einige seiner Möbelstücke haben den Ruhm der Villa übertroffen, die bis heute in der kollektiven Vorstellung erhalten sind.

7. Teekanne von Marianne Brandt

Die berühmte Teekanne, welche 1924 von der deutschen Künstlerin Marianne Brandt entworfen wurde, genießt noch immer eine gewisse Anerkennung und Bekanntheit, so sehr, dass diese kürzlich bei Sotheby’s für 361.000 Dollar versteigert wurde.

Das kompositorische Konzept geht von der Neuinterpretation eines traditionellen Objekts aus, um zu einem völlig innovativen und überraschenden Ergebnis zu führen.

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Bauhaus Art – Teekanne von Brandt

Das konventionelle Design einer Teekanne wird überarbeitet und auf seine wesentliche geometrische Form, ohne Ornamente, reduziert.

Der Körper der Teekanne ist eine silberne Halbkugel, die auf einer kreuzförmigen Struktur aufliegt. Der Griff ist ein Ebenholzhalbkreis, der sich nach oben erstreckt, um den Griff zu erleichtern. Jedes Element zeigt eindeutig seine Funktion.

8. Bauhaus-Leuchte von William Wagenfeld und Carl Jakob Jucker

Die MT8-Leuchte ist vielleicht auch heute noch die bekannteste Ikone der Bauhauskunst und wurde von den Produktdesignern Wilhelm Wagenfeld und Carl Jakob Jucker entworfen. Diese ist ein perfektes Beispiel für das Prinzip „Form folgt Funktion“.

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Bauhaus Art – MT8 Leuchte von Wagenfeld

Die Lampe besteht aus einem runden Sockel, einem zylindrischen Körper und einem halbkugelförmigen Lampenschirm: drei Elemente, die auf verschiedenen Transparenzen spielen. Die „tragende Struktur“ des Objekts besteht aus verchromtem Metall und wird in all ihrer Funktionalität ausgestellt und deklariert: Die vollständige Transparenz des Lampenkörpers macht diese bewusst, sichtbar und erkennbar.

Der gesamte Produktionsprozess ist völlig industriell und das Design ist so konzipiert, dass eine maximale Produktionseffizienz gewährleistet wird, um Produktionszeiten und -kosten zu optimieren.

9. Türdrücker von Walter Gropius

Zu den ikonischen Objekten des Bauhauses gehörte ein von Walter Gropius signiertes Stück: der Türdrücker, den der Architekt ursprünglich für das Fagus-Werk entwarf, der 1923 vollständig von Gropius entworfen wurde und sich in Alfeld-Hannover befindet.

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Bauhaus Art – Türdrücker von Gropius

Die Form passt sich daher, obwohl streng geometrisch, der Ergonomie des menschlichen Körpers an.

Das Objekt kann zwei wichtige Rekorde vorweisen: Es ist der erste serienmäßig hergestellte Griff und bis heute das meistverkaufte Produkt der Bauhausschule.

10. Satztische von Josef Albers

Zum Abschluss dieser Zusammenfassung, der ikonischen Produkte der Bauhaus Art, finden Sie die Satztische, die zwischen 1926 und 1927 vom Designer Josef Albers entworfen wurden.

Diese verkörpern alle Prinzipien des Bauhauses: Die Farben sind die primären (gelb, weiß, rot und blau), die Formen sind einfach und geometrisch.

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Bauhaus Art – Satztische von Albers

Das Set besteht aus 4 Elementen unterschiedlicher Größe, die zu einem einzigen Tisch werden und bei Gelegenheit, zusammengestapelt oder separat verwendet werden können. Neu ist auch die Kombination der verwendeten Materialien: massive Eiche für die Struktur und lackiertes Acrylglas für die Tischplatten.

Das Ergebnis ist ein multifunktionales Produkt mit einem spielerischen und vitalen Aspekt, dass dem schwedischen Funktionalismus der Marke Ikea ein halbes Jahrhundert voraus zu sein scheint.

Hier die Sammlung unserer Artikel, um die 100 Jahre der Gründung des Bauhauses zu ehren.

 

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