Bewertung der Gefahr von Schimmelbildung gemäß EN ISO 13788: 2013. So können Sie Risikosituationen bewerten, die zu Schimmelbildung führen können

Die Dampfdurchlässigkeit innerhalb von Gebäuden ist ein sehr komplexer Prozess.
Für eine korrekte Untersuchung dieses Phänomens ist es notwendig, folgende Aspekte zu vertiefen:

  • die Mechanismen, durch die der Prozess stattfindet;
  • die Materialeigenschaften;
  • die Ausgangs- und Randbedingungen.

Die Norm EN ISO 13788: 2013 analysiert das Problem kritischer Oberflächenfeuchtigkeit, die Probleme wie Schimmelbildung auf Innenflächen von Gebäuden verursachen kann.
Analysieren wir das Berechnungsverfahren, um die Oberflächentemperatur der Komponenten oder Bauteile zu bestimmen: unterhalb dieser Temperatur besteht die Gefahr von Schimmelbildung.

Bewertung der Gefahr von Schimmelbildung: Berechnungsverfahren

Um eine korrekte Bewertung des Schimmel-Risikos auszuführen, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Eigenschaften von Materialien und Produkten;
  • Standort;
  • Monatliche Klimadaten von:
  1. Außentemperatur;
  2. Außenfeuchtigkeit;
  3. Raumlufttemperatur;
  4. Raumluftfeuchtigkeit;
  5. Wärmeübertragung;
  6. Wasserdampftransport.

Bewertung der Gefahr von Schimmelbildung: Berechnung der Oberflächentemperatur

Eine Studie der Oberflächentemperatur erlaubt es, die Bildung von Schimmel zu analysieren.
Die Analyse der Gebäudehülle ermöglicht, eventuellen negativen Auswirkungen der relativen kritischen Feuchtigkeit vorzubeugen.

Das Risiko von Schimmelbildung besteht bei Oberflächen mit Feuchtigkeitswerten (φsicr), die größer als 0,8 sind.
Die wichtigsten Schritte des Entwurfsprozesses sind:

  • Berechnung der Raumluftfeuchtigkeit;
  • Berechnung des zulässigen Werts der Feuchtigkeitssättigung oder des Sättigungsdampfdrucks der Oberfläche, auf Basis der erforderlichen Oberflächenfeuchtigketi.

Aus diesem Wert bestimmt man:

  • die Mindestemperatur der Oberfläche;
  • die „thermische Qualität“ der Gebäudehülle.

Das Wachstum von Schimmelpilzen ist durch weitere drei Parameter beeinflusst:

  1. die „thermische Qualität“ jedes Gebäudehüllen-Elements, dargestellt durch: thermische Beständigkeit, Wärmebrücken, Geometrie und thermische Beständigkeit der Innenoberfläche. Die thermische Qualität kann durch den Temperaturfaktor der Innenoberfläche fRsi charakterisiert werden;
  2. interne Luftfeuchtigkeit pi;
  3. interne Lufttemperatur und Heizsystem θi.

Bewertung der Gefahr von Schimmelbildung: Beispiel einer Berechnung, mit Hilfe einer Software

Folgend ein Beispiel für die numerische Berechnung der Energie, die durch Gebäudestrukturen in Anwesenheit von Wärmebrücken übertragen wird.

Im Bericht ist auch eine Überprüfung des Schimmel-Risikos vorhanden, die mit TerMus-BRIDGE dem Programm von ACCA software, durchgeführt wurde.

Die Software TerMus-BRIDGE, ermöglicht das Schimmel-Risiko gemäß der technischen Norm EN ISO 13788 zu beurteilen.

Für die Beurteilung des Schimmel-Risikos werden folgende Werte definiert:

  • die minimale Oberflächentemperatur der Innenfläche;
  • die kritische Temperatur;
  • der kritische Temperaturfaktor fRSi (max)
  • der kritische Monat.

Am Ende der Berechnung wird angezeigt, ob die Wärmebrücke einem Schimmel-Risiko unterliegt.

Laden Sie sich das mit TerMus-BRIDGE erstellte Beispiel des technischen Berichts (auf Englisch) herunter.

 

Klicken Sie hier, um mehr über die Funktionen zu erfahren und zum downloaden von TerMus-BRIDGE der Software für die Berechnung von Wärmebrücken