Die skandinavischen Länder (Norwegen, Dänemark, Finnland und Schweden) gehörten zu den ersten, welche BIM-Technologien mit öffentlichen Normen und Anforderungen bereits seit einiger Zeit einsetzen

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Welt koordinieren sich die skandinavischen Länder, durch Entwicklung gemeinsamer Organisationen und Plattformen.
buildingSMART Nordic, ist, eine gemeinnützige Organisation, Mitglied von buildingSMART International, bestehend aus Vertretern von:

  • Finnland
  • Schweden
  • Dänemark
  • Norwegen

Betont wird, dass Norwegen ein unabhängiges Mitglied von buildingSMART International ist. Das norwegische Chapter, buildingSMART Norway, fungiert als „observer“ innerhalb von buildingSMART Nordic.

BIM-Skandinavien

buildingSMART Nordic

Das Ziel von buildingSMART Nordic ist: den Aufbau einer nachhaltigen Umwelt durch einen sorgfältigeren Informationsaustausch und -übermittlung unter Verwendung offener internationaler Standards im Bauwesen, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor zu fördern. Die gesetzten Punkte sind folgende:

  • Entwicklung und Aufrechterhaltung offener internationaler Standards (Open BIM)
  • Integration von BIM im Bauwesen durch erfolgreiche und nachhaltige Pilotprojekte zu beschleunigen
  • Vernetzungsmöglichkeiten, Spezifikationen und schriftliche Hinweise bereitstellen
  • Probleme hoher Kosten, in der AEC-Branche lösen
  • buildingSMART-Prozessen und -Technologien auf die gesamte gebaute Umgebung erweitern, einschließlich Lebenszyklus, Leadership, Fertigung, Facility Management und technischer Wartung.

BIM-Skandinavien-Nationen

Die Vorteile für die skandinavische Industrie sind:

  • zunehmend nachhaltige, öffentliche und private Programme umsetzen
  • immer besser zu bauen, kürzere Bauzeiten und Kosten verringern (Preis-Leistungs-Verhältnis)
  • vorhersehbare Ergebnisse erzielen (Risikominderung)
  • über leistungsstarke und energieeffiziente Gebäude verfügen (Umweltfreundlicher und niedrigere Kosten)
  • neue Business-Möglichkeiten erstellen

BIM im internationalen Vergleich: Finnland

In Finnland ist der BIM-Einsatz inzwischen etabliert und die Versuchsphase ist längst vorbei. So hat beispielsweise die für öffentliche Immobilien zuständige Regierungsgesellschaft Senate Properties, seit 2001 gestartet, Projekte mit BIM zu fördern.

Ausgehend von den Ergebnissen dieser Pilotprojekte hat die finnische Regierung im Laufe der Zeit erkannt, dass BIM-Technologien und -Methoden für eine breitere Verbreitung im öffentlichen Bauwesen bereit sind.

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Rendering Easton Commercial Center in Helsinki, Finnland

Da Finnland mit der Implementierung von BIM-Technologien startete, förderte im Jahr 2007 der Finnischen Verband der Fertigungsindustrie, dass alle Design-Softwarepakete, IFC-zertifiziert werden sollten. Es wird betont, dass es sich bei IFC-Format, um ein herstellerneutrales Dateiformat handelt, welches ermöglicht, Modelle unabhängig von einer bestimmten Software zu teilen und zu bearbeiten (Open BIM).

Es handelt sich um das fortschrittlichste Land der Welt, dass sich bereits im Jahr 2007, mit 93% der Architekturbüros und 60% der Ingenieurbüros, durch BIM-Einsatz auszeichnete.

BIM im internationalen Vergleich: Schweden

In Schweden veröffentlicht das Swedish Standards Institute (SIS) seit 1991 eine Reihe von Leitfäden zur Förderung des BIMs. Während die BIM Alliance Sweden seit 2014 die wichtigsten öffentlichen und privaten Behörden und Akteure zusammenbringt, um mehr Ressourcen zur Unterstützung von Innovationen im Bauwesen zu finden.

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Rendering New Karolinska Hospital (NKS) in Solna, Schweden

Die BIM-Anwendung in Schweden ist so verbreitet, dass sich bewährte Verfahren entwickelt haben, obwohl keine klaren Richtlinien der Regierung vorhanden sind. Das Land folgt historisch gesehen nur den Vereinigten Staaten bei der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Artikeln, die sich auf BIM konzentrieren. Die Regierung unternimmt auch Schritte, um die verbindliche Umsetzung von BIM auf öffentlicher Ebene zu erleichtern. Staatliche Organisationen wie die schwedische Verkehrsverwaltung haben den Einsatz von BIM seit 2015 vorgeschrieben.

BIM im internationalen Vergleich: Dänemark

Der Einsatz von BIM ist seit 2000 vielversprechend. Im Jahr 2006 hatten bereits 50% der Architekten, BIM für mindestens ein ganzes Projekt eingesetzt. Im Jahr 2007 wurde die BIM- Anwendung für alle staatlichen öffentlichen Projekte verbindlich vorgeschrieben und im Jahr 2011 auf alle regionalen und lokalen Institutionen erweitert.

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Rendering University Hospital in Aalborg, Dänemark

Dänemark hat staatliche Institutionen, unter denen die Palaces and Properties Agency, die Danish University Property Agency und den Defense Construction Service, beauftragt, immer fortschrittlichere BIM-Verfahren anzuwenden; während andere private Organisationen und Universitäten diese durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterstützen.

BIM im internationalen Vergleich: Norwegen

In Norwegen hat die Norwegian Homebuilders Association (Wohnungsbauverband) gemeinsam mit der Norwegian directorate of Public Construction and Property (Statsbygg – norwegische öffentliche Verwaltungsbehörde), die sich mit dem öffentlichen Erbe befasst, den Einsatz von BIM aktiv gefördert.

Auch dank dieser Verbände, konnte für alle Projekte, seit 2010 das IFC- und BIM-Dateiformat für den gesamten Lebenszyklus der Gebäude verwendet werden. Eine führende Organisation namens SINTEF forscht im BIM, als Teil des nationales Forschungs- und Entwicklungsprogramms, um sich auf nachhaltige Werkzeuge zur Verbesserung von Bau und Management von Gebäuden zu konzentrieren.

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Rendering Statoil Project in Norwegen

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