BIM in Spanien: Jeder zweite Vertrag erfordert bereits die BIM-Einführung

BIM in Spanien: Jeder zweite Vertrag erfordert bereits die BIM-Einführung

BIM in Spanien: Spanien positioniert sich nachweislich unter den Ländern mit der höchsten BIM-Anwendung. Dank der neuen Interministeriellen Kommission, erfordert jeder zweite Vertrag den BIM-Einsatz

Spanien hat sein festes Vertrauen an BIM und an den Vorteilen der Digitalisierung im AEC-Sektor bewiesen. Gemäß letzten Statistiken, hat das Geschäftsvolumen des BIMs in Spanien, 500 Millionen Euro überschritten und jeder zweite Vertrag sieht bereits ausdrücklich die Anwendung der BIM-Methode vor.

Vermutlich ist das Hauptverdienst der neuen Interministeriellen Kommission für das BIM zuzuschreiben, welche im vergangenen Dezember vom Ministero de Fomento (Ministerium für die Entwicklung) in Zusammenarbeit mit anderen Ministerien eingesetzt wurde. Der Zweck dieser Kommission besteht darin, den Einsatz der BIM-Methodik in den spanischen öffentlichen Ausschreibungen zu fördern.

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Die Daten wurden auch vom Präsidenten Jordi Gosalves vom Col-legi d’Aparelladors de Barcelona bestätigt, welcher die Bedeutung des BIMs während der Präsentationsveranstaltung des EBS 2019 (European BIM Summit) in der Roca Barcelona Gallery hervorgehoben hat.

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Insbesondere betonte Gosalves die Bedeutung des BIMs für die Förderung des Baus welcher

„effizienter, kollaborativer, moderner sein sollt und die Verwendung öffentlicher, privater und natürlicher Ressourcen verantwortungsvoller nutzen“.

Aus der Analyse des neuesten Observatrio esBIM (BIM-Beobachtungsstelle) geht hervor, dass die bereits abgeschlossenen öffentlichen Aufträge, welche die BIM-Anwendung erfordern, 581 Millionen € überschreiten werden: Jeder zweite Vertrag erfordert ausdrücklich die BIM-Anwendung.

Darüber hinaus betonte Gosalves, wie wichtig es ist, die Kommission zur Förderung von BIM einzurichten, die dazu dient, die Verwendung von BIM auf professioneller, akademischer sowie regulatorischer Ebene zu verbreiten.

BIM-Kommission Spaniens

Im Dezember letzten Jahres setzte die spanische Regierung die „Interministerielle Kommission für die Annahme der BIM-Methode im öffentlichen Auftragswesen“ ein.

Die Kommission ist mit dem Ministero de Formento verbunden und setzt sich aus Vertretern verschiedener Ministerien zusammen. In der Tat ist die Einbeziehung der BIM-Methode in das öffentliche Auftragswesen durch die Europäische Kommission gefördert, um deren Vorteile in allen Ländern der Europäischen Union zu erweitern.

In Spanien gelten daher zusätzliche Bestimmungen des Gesetzes Nr. 9/2017 über öffentliche Aufträge, mit denen die Richtlinien Nr. 2014/23/EU und 2014/24/EU des Europäischen Parlaments vom 26. Februar 2014 in das spanische Recht umgesetzt wurden.

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Ministero de Fomento Madrid

Funktion der Interministeriellen BIM-Kommission

Die Hauptaufgabe der Interministeriellen Kommission besteht in der Ausarbeitung des BIM-Integrationsplans für das Bauwesen, welche die Arbeitsmethodik für öffentliche Verwaltungen im Einklang mit den europäischen Richtlinien und der nationalen Strategie für öffentliche Auftragswesen enthält.

Darüber hinaus wird die Interministerielle Kommission auch Informations- und Schulungsmaßnahmen für das Personal ausführen, das für die Plan-Umsetzung zuständig ist, sowie die BIM-Anwendung im beruflichen und akademischen Bereich fördern. Die Interministerielle Kommission ist auch für die Vertretung Spaniens in den verschiedenen internationalen Foren zuständig.

Die Kommission kann mit Sachverständigen, Sozialpartnern, Institutionen sowie öffentlichen und privaten Organisationen zusammenarbeiten, welche die Möglichkeit haben an Sitzungen teilzunehmen, wenn auch ohne Stimmrecht.

 

 

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