Von FIEC (Verband der Europäischen Bauwirtschaft) wurde das Manifest‚ ‘Making BIM a global success’ veröffentlicht: hier eine Analyse über die Ziele des BIM

Der FIEC (Verband der Europäischen Bauwirtschaft) hat das Manifest ‚Making BIM a global success‚ veröffentlicht, um die Aufmerksamkeit auf das Potential des BIM zu wecken, in Bezug auf Erleichterungen zur Verbesserung der europäischen Politik.

‚Making BIM a global success‘: Ziele

Im Dokument werden Ziele analysiert, die BIM erreichen möchte, insbesondere:

  • die (digitale) Bauindustrie, als Protagonist in der Entwicklung von Schlüsselkonzepten und Strategien, effizienten Infrastrukturen und intelligenten Städten und Häusern fördern;
  • die Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit, Kundenzufriedenheit und das Image des Sektors zu verbessern, mit Unterstützung:
  1. von oben nach unten, der digitalen Transformation, die von der EU und den nationalen Regierungen mittels Politik und Investitionen erleichtert sind;
  2. von unten nach oben, der digitalen Transformation, die durch die Bauindustrie selbst angetrieben ist.

Es werden 11 politische Bereiche identifiziert und für jeden davon folgendes angegeben:

  • die Ziele des BIM;
  • was mit dem Einsatz von BIM verbessert wird;
  • was der Baubereich erfordert.

Die 11 Interessensbereiche für das BIM sind:

  1. competitiveness / Industry 4.0 – Wettbewerbsfähigkeit/Industrie 4.0;
  2. digital Agenda (Information Society) – Digitale Agenda (Informationsgesellschaft);
  3. workers – Arbeitnehmer;
  4. consumers / clients – Verbraucher/ Kunden;
  5. SMEs (Small and medium-sized enterprises) – KMU (kleine und mittlere Unternehmen);
  6. climate change mitigation / adaptation – Anpassung/Eindämmung des Klimawandels;
  7. energy efficiency – Energieeffizienz;
  8. circular Economy – Kreislaufwirtschaft;
  9. critical Infrastructure Protection – Schutz kritischer Infrastrukturen;
  10. urban Agenda – Stadtentwicklung;
  11. research and development – Forschung und Entwicklung.

‚Making BIM a global success‘: was ist ein BIM

Hier, einige grundlegende Regeln, die man beachten sollte (nicht nach Priorität geordnet):

  1. Das Akronym BIM steht für „Building Information Modeling “ und/oder „Management“ /Modell“  und bedeutet Informationen über die Modellierung und/oder „Verwaltung“/Modell“ von Bauten;
  2. BIM ist ein pragmatisches Business-System, das auf die Verwendung von Datenbanken  basiert, deren Umfang durch ICT erheblich erweitert wurde, um  gemeinsam eine bisher unvorstellbare Menge von Daten und entscheidenden Informationen über Interdependenz von Bauprodukten zu verwenden und zu teilen;
  3. BIM ist Teil der globalen Digitalisierung der Bauwirtschaft und „Industrie 4.0”;
  4. BIM besteht aus Arbeitsmethoden, die auf  Prozessen und methodischen Management basieren, mit Ansatz der realen Zusammenarbeit und gemeinsamen Nutzung von Daten während des gesamten Bauprozesses, einschließlich Kunden und Endverbraucher;
  5. BIM ist keine Revolution, sondern eine Evolution;
  6. BIM ist ein Entwicklungssystem, das jedes Unternehmen Schritt für Schritt in einen Transformationsprozess einführen kann, mit der für seine Tätigkeit, Größe,  Fähigkeiten,  Know-how und Arbeitsmethoden  geeignetsten Geschwindigkeit;
  7. Die optimale Nutzung von BIM erfordert einen ungebremsten Zugriff  auf die neuesten Informationen und Datenbanken der Produktdokumentation, sowie volle Kompatibilität zwischen Software-Anwendungen,  mit Vermeidung geschlossener „proprietäre Systeme“;
  8. BIM ermöglicht eine bessere Qualität sowie die Reduktion von Fehler, Streitigkeiten, Risiken,  Kosten und Zeitaufwand für die meisten Arten Bauprojekte,  sowohl im Hoch- als auch im  Tiefbau,  bei Neubauten oder Sanierungsprojekten;
  9. BIM wird eine Standard-Anforderung, zumindest bei großen öffentlichen Beschaffungsvorhaben, für welche die EU-Richtlinien und in der Auftragsvergabe;
  10. BIM umfasst alle Phasen des Lebenszyklus eines Bauvorhabens, von der ersten Idee des Kundens bis nach Abschluss der Arbeiten … Planung, Bau, Betrieb, Verwaltung, Wartung, Sanierung, Umnutzung,  Abriss, Recycling, effiziente Nutzung von Ressourcen, … mit stets zugänglichen Informationen.

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