Im West End Londons wurde vor kurzem ein Luxus BIM-Projekt realisiert, das auf hohen Qualitätsstandards und Einhaltung des Bauzeitenplans beruht. Dies wurde durch Einsatz des BIMs ermöglicht.

Mit einem BIM-Projekt von 215 Millionen Pfund Sterling haben Great Portland Estates (GPE) die Sanierungsarbeiten auf dem Rathbone Square im West End Londons, Nahe dem British Museum, beendet.

Das Projekt hat die BIM-Methode ausgenutzt, um den Bauzeitenplan und das Enddatum der Arbeiten einzuhalten; Die Qualitätsstandards sind hoch, da das Ziel darin bestand, ein Gebäude zu erstellen, welches jahrzehntelang Bestand haben wird.

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Der Neubau beherbergt unterschiedliche Aktivitäten: Büros, Läden und 142 Luxus-Wohnungen rund um einen neuen Platz herum, der mit einem Garten bereichert ist. Die Innenbereiche zeichnen sich durch spezielle Materialien und raffinierte Möbeln aus wodurch die Wohnungspreise steigen und nicht für alle erschwinglich machen.

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Das BIM Projekt erforderte Erfahrung, Fähigkeiten und Kenntnisse im Bereich 3D Modellierung und BIM-Prozessen. Mittels kollaborativer Plattform konnten Planungs-, Ausführungs- und Wartungsphase des zukünftigen Gebäudes optimiert werden.

Das Immobilienunternehmen GPE, Eigentümer des Areals, hat als erstes die digitale BIM-Bauweise in London gefördert: Zuerst wurden diese neuen digitalen Tools in kleinen Projekten verwendet, um Risiken und Verschwendungen zu mindern und danach auch in Sanierungsprojekten, da sie die einzige Möglichkeit darstellten, die sehr engen Zeiten der Arbeiten einzuhalten.

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GPE hatte zuvor das BIM im 240 Blackfriars Projekt eingesetzt, damals eines der ersten BIM-Projekte in London.

Die Nutzung des digitalen Bauens war zu dieser Zeit selbst in den Hauptstädten Europas besonders selten. Darüber hinaus war es noch nie in einem so großen und hochkarätigen Projekt eingesetzt worden.

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Durch den BIM-Prozess haben die unterschiedlichen Teamteilnehmer zusammengearbeitet und somit den Erfolg des Projektes ermöglicht.

Die Verwendung der kollaborativen BIM-Plattform war für ein so komplexes Projekt von wesentlicher Bedeutung und hat die Koordination und Management von Baustellenproblemen sowie einen störungsfreien Einsatz von den über 650 Modellen ermöglicht.

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Mittels Oculus Rift-Viewer konnten das Modell und die technischen Räume navigiert werden. Dies hat ermöglicht, alle Anlagen genau zu analysieren sowie Betrieb und Zugänglichkeit vor der eigentlichen Bauphase zu überprüfen. Das Risiko von Änderungen in der Ausführungsphase konnte somit beseitigt werden.

Der Projektmanager erklärte:

„Ich bin sehr stolz auf das, was unser Team auf dem Rathbone Square geleistet hat. Dies zeigt die Kompetenz des gesamten Designteams. Wir haben nicht nur ein nachhaltiges Gebäude realisiert, welches Verschwendungen und Kosten des gesamten Lebenszyklus erheblich reduziert, sondern auch den gesamten Bauprozess durch das digitale Modell beschleunigt und vereinfacht“.