BIM Projekte: Das Architekturbüro RPBW hat mittels BIM-Methode das Hochhaus auf gestapelten Körpern des neuen Tribunals in Paris entworfen, das die Skyline der Stadt bereichert

Der monumentale Bau des Justizgebäudes in Paris wurde erstellt, um den Bedarf von Büros und Gerichtssäle zu bedecken, die ursprünglich in verschiedenen Teilen der Stadt angeordnet waren. Dieses wurde in einem einzigen 160 Meter Hochhaus im 17. Arrondissement, zwischen dem Boulevard Périphérique und Martin Luther King Park, im Stadtteil Porte de Clichy realisiert: Ein wichtiges städtebauliches Landmark; eine echte vertikale Stadt, die der Gerechtigkeit gewidmet ist.

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Die Beziehung des neuen Gerichtsgebäudes zur Stadt

Die Transparenz und die Helligkeit der Umgebungen sind ein Leuchtfeuer für die Wiedergeburt des Stadtteils, das eine neue Vision von Gerechtigkeit vermittelt: Ein Symbol für Egalitäre Gesellschaft die sich in alle Stadtrichtungen öffnet.

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Detail der verglasten Fassaden mit Solarmodulen

Die räumliche Gliederung des neuen Pariser Justizgebäudes differenziert sich von klassischen Hochhäusern.

Die unterste Ebene bildet eine 28 Meter lange Sockelzone auf der sich drei weitere Teile stapeln und einen nach oben hin verjüngenden Turm bilden. Die ungewöhnliche Stufenanordnung, ermöglicht große Dachterrassen zu bilden. Bäume und Pflanzen schaffen Naherholungsqualitäten und lassen den Eindruck entstehen, als breite sich der angrenzende Martin Luther King-Park, über den Neubau hinweg. Insbesondere beherbergt die unterste Sockelebene einen großen Dachgarten von rund 7.000 Quadratmetern, auf dem sich der große Speisesaal des Personals öffnet.

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Salle des Pas Perdus: das große zentrale Atrium

Die Symmetrie der östlichen Seitenansicht kennzeichnet sich im Vergleich zur gegenüberliegenden Front durch Panoramaaufzügen, welche die Kontinuität der Außenflächen unterbrechen, um einen privilegierten Panoramablick auf die Metropole zu ermöglichen.

Im Hinblick, dass das Pariser Justizgebäude (Paris Courthouse), täglich von 9.000 Personen besucht wird, wurde besonderes Augenmerk auf das Thema der Bewegungsflächen innerhalb des Gebäudes gewidmet.

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Salle des Pas Perdus: Rolltreppen und Laubengänge der Zwischengeschosse

Die Halle, Salle des Pas Perdus genannt, bildet einen visuellen Bezugspunkt und Bereich für die Aufnahme und Zirkulation der Besucher. Dank der soofortigen Identifizierung durch horizontale Pfade und vertikale Verbindungen mit Rolltreppen und Erschließungswege sind alle funktionelle Einheiten, wie die neunzig Hörsäle, das Auditorium, die Cafeteria und die Empfangsbereiche erreichbar.

Die 50 Aufzüge, welche im gesamten Gebäude verteilt sind, ermöglichen den Zugang zu der oberen Sockelzone, wo sich die Räume für Sitzungen und Besprechungen befinden.

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Einer der neunzig Gerichtssäle

Das Gebäude wurde so ausgerichtet, um das Tageslicht für die Innenbeleuchtung der Büros optimal zu nutzten.

Diese Entwurfsauswahl, welche mit den verglasten Fassaden kombiniert ist, ermöglicht einen atemberaubenden Panoramablick auf die Stadt. Die Fenster spiegeln die ständigen Veränderungen des Himmels wieder, in der das gesamte Gebäude eingetaucht erscheint.

Abends wird das Gebäude zu einem einzigartigen Leuchtturm umgewandelt, der die darunter liegenden Bereiche beleuchtet und einen beruhigenden und ausgewogenen Lichtstrahl auf die Stadt wirft.

BIM-Prozess als Qualitätsziel

Der Entwurf dieser artikulierten und anspruchsvollen Struktur erfolgt wegen kompositorischen und technologischen Gründen, mittels BIM – Building Information Modeling-Methodik. Dieser Einsatz ermöglicht einen kontinuierlichen Daten- und Informationsaustausch zwischen Kunden, Technikern, Beratern und Unternehmen, sowohl die Vermeidung und Lösung verschiedener Probleme de im Zusammenhang mit der Überlappung verschiedener Fachbereiche entstehen könnten.

Der Vorentwurf basiert auf die Ausarbeitung einer Reihe von Entwurfshypothesen, die durch Skizzen, Grafiken und das BIM-Modell unterstützt werden.

Auf diese Weise ist es möglich, die Übereinstimmung zwischen Entwurfsideen und Modell auch in Bezug aller funktionalen und regulatorischen Anforderungen sofort überprüfen zu können.

BIM-Zyklus-Infografik

 

Durch die Koordination des BIM-Managers, welcher die Korrektheit und Entwicklung in Progress überprüft, wird das Modell insbesondere zur Bewertung der Informationsflüsse unterzogen. Dies ist für solche Gebäudetypologien von grundlegender Bedeutung, angesichts aller komplexen Abläufe, welche mit dieser verbunden sind.

Ein wichtiges Detail ist, dass auch das Unternehmen das BIM-Modell für die Überwachung und Entwicklung des Bauwerks und der Baukosten verwendet hat.

 

Es ist sicherlich interessant hervorzuheben, dass das BIM-Modell auf für die Verwaltung und Instandhaltung des Pariser Gerichtsgebäudes während des gesamten Lebenszyklus benutzt sein wird. Dies ist der Baufirma zurückzuführen, da sie 27 Jahren lang als Eigentümer des Gebäudes gilt und somit für die Verwaltung und Instandhaltung verantwortlich sein wird.

Zusammenfassend kann man eindeutig bestätigen, dass der BIM-Einsatz für den Pariser Courthouse-Projekt sehr vorteilhaft für die Entwicklung des technischen Entwurfs gewesen ist. Mittels dieser Technologie konnte man auf den verschiedenen projektbeteiligten Fachleuten zurückgreifen, um die Steuerprozesse zwischen den zugehörigen Modellen zu aktivieren.

Für diese Gebäudetypologie stellt der BIM-Prozess einen echten Vorteil von großer Bedeutung dar.

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