BIM (Building Information Modeling), Klassifizierung und Kodierung von Informationen: UNICLASS, OMNICLASS, UNIFORMAT, MASTERFORMAT, SfB

Eine mögliche Definition von BIM ist: „BIM beschreibt einen industriellen Prozess, der im Bausektor angewendet wird (in der Tat auch  Bauindustrie genannt)“.

Da BIM- Authoring und BIM-Tool-Softwares, mehrere digitale Modelle eines Gebäudes erstellen, müssen sie miteinander “dialgfähig” sein. Auf diese Weise werden alle Hindernisse für den Informationsaustausch zwischen den am Projekt beteiligten Fachleuten beseitigt.

Klassifizierung und Kodierung der Informationen

Eine effektive Korrelation zwischen verschiedenen Modellen und Dokumenten muss für eine korrekte Übertragung von Informationen durch “Bidirektionalität“ gekennzeichnet sein.

Alle Änderungen der Informationen eines bestimmten Modells (z.B. Architektur) müssen gleichzeitig eine automatische Aktualisierung der anderen Modelle desselben Projekts generieren.

Internationale Klassifizierungssysteme: UNICLASS, OMNICLASS, UNIFORMAT, MASTERFORMAT, SfB

Die Heterogenität des Sektors hat bei Projekten von Beginn an zu großen Poblemen hinsichtlich des Informationsaustausches geführt, auch in „nicht-digitalen“ Zeiten!

Der Widerstand gegenüber einer Annäherung für eine gemeinsame Klassifikation hat sich oft in spezifischen Kodierungen manifestiert, welche in bestimmten Produktionsbereichen (wie zum Beispiel im Anlagenbau) erarbeitet wurden.

Das Bedürfnis einer Standardisierung wurde schon immer als gemeinsame Notwendigkeit des Sektors angesehen; man denke beispielsweise im europäischen Kontext an die CPV-Kodierung, welche für Ausschreibungen erforderlich ist.

Oder aber im internationalen Bereich an die (amerikanischen) Systeme OMNICLASS, UNIFORMAT und MASTERFORMAT, oder britischen UNICLASS und skandinavischen SfB.

Alle diese Systeme, die eine Klassifizierung und korrelierte Codierung vorschlagen, wurden in der Anfangsphase der Informatik erzeugt und sind daher ungeeignete Methoden für automatische Berechnungen.

Diese werden jedoch wegen ihrer Interdisziplinarität der Codierung angewendet. Sie ermöglichen eine korrekte Identifizierung der Objekte und ihrer Eigenschaften unter verschiedenen Softwares.

Schwächen der alten Standardisierungsformate in der Bauindustrie

Heute, zu einer Zeit mit immer moderneren und leistungsfähigeren Programmiertechniken, gibt es viele Gründe für ein Abraten von diesen Identifikationssysteme:

  • Die Zuordnung eines Codes zu den Objekten erscheint als ein informatisch nicht unverzichtbares Label, eher wie ein bereits überholter Programmiermodus.
  • Die Logik, mit der diese Codes erstellt werden, ist nicht immer sofort verfügbar, wodurch das System weniger flexibel für Integrations und Entwicklung wird.
  • Die heute verfügbaren Codes wurden vor vielen Jahren definiert (auch wenn sie im Laufe der Zeit aktualisiert wurden), und reflektieren die Visionen und Bedürfnisse jener Zeit.
  • Die verschiedenen Kodierungssysteme beziehen sich auf bestimmte linguistische/geografische Gebiete, wodurch die Annahme eines dieser Systeme den Dialog mit den anderen nicht erleichtern würde.
  • Das unmittelbare Verständnis der Bedeutung eines Codes ist bei Abwesenheit von Softwarehilfen für den Menschen praktisch unmöglich.

Aus diesen Gründen neigt die aktuelle und modernere Ausrichtung schrittweise dazu, die traditionellen Kodierungssysteme zu verlassen, um sich direkt auf Verwaltung- und Kontrollsysteme der Informationsattribute zu konzentrieren, wie es das BIM sein will.

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