Modellierung architektonischer Objekte mit gebogenen Trägern mittels Verwendung einer BIM-Software: Hier das Beispiel der Erstellugn eines Sonnenschutzes mit gegbogenen Trägern, inspiriert durch das Projekt Nahil Kan

Der Einsatz von BIM-Softwares im architektonischen Entwurf bietet stets neue Funktionen, welche in der Lage sind, die Arbeit der Entwerfer zu beschleunigen und vereinfachen.

Um das ganze Potential einer BIM Software besser zu verstehen, werden wir mittels Edificius einige Lösungen darstellen; die durch den Architekten Hugo Mur im Projekt Nahil Kan realisiert wurden.

Nahil Kan: das Projekt

Nahil Kan ist ein Projekt des argentinischen Architekten Hugo Mur; es handelt sich um ein viergeschossigen Wohn- und Geschäftskomplex.
Dieser besteht aus vier spiegelsymmetrischen Volumen, die miteinander durch einen Laufsteg verbunden sind. Eine Stahltreppenstruktur, die durch transparente Glasfassade geschützt ist, führt in die Obergeschosse.
Die gesamte Struktur entwickelt sich auf Pfählen.

Das Erdgeschoss, das der gewerblichen Nutzung gewidmet ist, präsentiert einen rechteckigen Körper, der im Verhältnis zum Gebäude auskragt.

Der Erste und zweite Stock mit gleicher Größe und Architektur wurden für Wohnzwecke bestimmt.

Projekt Nahil Kan: das Dach

Vom Dach aus beginnen architektonische Stahlelemente, welche die Vorderansicht charachterisieren.

Die auf der Dachebene vorhandenen Stahlelemente folgen die Linie des Gebäudes in Richtung Erdgeschoss und formen heirbei eine Art Welle, die sich mit der Gebäudefassade verbindet.

CAD-Integration und Edificius

Die CAD-Integration in Edificius ermöglicht, keine Grenzen für die umzusetzenden Entwurfsentscheidungen zu haben, und verfügt außerdem über Werkzeuge, welche die Arbeit des Planers vereinfachen.

Zur Modellierung der architektonischen Stahl-Objekte werden wir diese Funktion nutzen.

Wir werden das CAD für die Erstellung eines Gitters nutzen, das als Spur für die Erstellung der Stahl-Strukturen mit gekrümmten Trägern dienen wird.

Nach Erstellung des Gitters generieren wir eine DWG-Datei, die wir als Leitfaden für die 3D-Modellierung verwenden werden.

Modellierung architektonischer Objekte in Edificius, dank CAD-Integration

Im CAD von Edificius werden die Layer  durch Zuweisung verschiedener Farben eingestellt:

  • Blau – (für die Darstellung der Gebäude) als Referez, um das magnetische Gitter zu erstellen
  • Grün – für das magnetische Gitter, das zur Erstellung der Stahlstruktur dient
  • Grau – für das Metallprofil, als Referenz für die Modellierung der Struktur mit gekrümmten Trägern

Nach der Zeichnung des Gebäudeumfangs (blaue Farbe), realisieren wir ein temporäres Gitter (grüne Farbe), mittels dem wir die Befestigungspunkte erstellen können, die für die Zeichnung der gekrümmten Träger und Metallprofile notwendig ist.
Wir machen nun weiter, indem wir unser graufarbiges Metallprofil einsetzen.

Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist, löschen wir das grüne Gitter  (für die Erstellung der Stahlstruktur), das nun überflüssig ist. Als Endergebnis erhalten wir die Linie des Gebäudes und den Pfad des Metall-Profils, das mit den entsprechenden Trägern realisiert werden soll.

Einfügung der Extrusion

Wir gehen zurück in Edificius, öffnen den Editor des magnetischen Gitters und fügen das neu erstellte DWG ein.
Sobald das Gitter entsprechend der Linie des Gebäudes angeordnet ist, benötigen wir ein zweites Gitter, um das Metall-Profil entlang des Dachs zu wiederholen. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, bestätigen wir die Eingabe.

Wir wählen nun das Objekt „Extrusion“ und folgen der Spur des DWG, unter gleichzeitigem Hinzufügen von Knoten und Umwandeln der Träger-Abschnitte in Bögen.

Dank 3D-MG-Funktionen, können wir automatisch mittels “Zauberstab” Segmente erstellen, die als Unterstützung der Metall-Profile dienen werden.

Wir kopieren nun die bereits erstellte Struktur auf die vorher definierten Punkte des zweiten Gitters und erstellen die zweite Extrusion, die dem gleichen Weg der vorherigen folgt und die Öffnungen zwischen den verschiedenen Profilen füllt.

Nun wird eine gelochte, wabenförmige Textur angewandt, die das Gitter bildet. Nachdem im Projektkatalog ein neues Material bearbeitet ist, können wir fortfahren  mit Einfügung der Texture, Specular map, Normal map und schließlich Alpha Mask (Klicken Sie hier um mehr über die Texture MAP zu erfahren).

Wir werden nun das bearbeitete Material auf das Objekt anwenden.

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