Videos und Renderings, die zeigen, wie Le Corbusier seine berühmte Villa Savoye mit einer BIM-Software für den architektonischen Entwurf modelliert hätte

Die berühmte Villa Savoye wurde Anfang der 30er Jahre von Le Corbusier, einem der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts in Poissy nordwestlich von Paris erbaut. Die Villa gilt als eines seiner größten Meisterwerke.
Im Jahr 1928 von Pierre Savoye, einem wohlhabender französischen Versicherer beauftragt, der ein Landhaus in der Nähe der französischen Hauptstadt erbauen wollte, stellt Villa Savoye ein echtes Paradigma der modernen Architektur dar. 1965 wurde die Villa zum französischen historischen Denkmal erklärt und im Jahr 2016 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Foto von Villa-Savoye

Foto von Villa-Savoye

Der Einsatz von Beton, der sich in den ersten Jahren des letzen Jahrhunderts ausbreitete, erlaubte dank der zuvor nicht verfügbaren technischen Möglichkeiten eine völlig neue Art der Gestaltung. In seiner Schrift von 1926 formuliert Le Corbusier die berühmten fünf Punkte, als zentrale Merkmale der neuen Architektur. Diese fünf Punkte stellen ein wahres Architekturmanifest dar, als dessen Synthese Villa Savoye bezeichnet werden kann.

Die fünf Punkte einer neuen Architektur von Le Corbusier

Sehen wir, wie die fünf Punkte der neuen Architektur von Le Corbusier im Entwurf der Villa Savoye umgesetzt wurden.

  1. Stützen (pilotis) – es handelt sich um schlanke Pfosten, die als strukturelle Stützen des Wohnhauses dienen und das Gebäude vom Boden abheben, um eine Kontinuität mit dem umliegenden Gelände und einen überdachten Zugang zu bilden, sowohl für Fußgänger als auch für Autos (als weiteres Symbol der Modernität) zur Garage im Erdgeschoss.
  2. Die freie Grundrissgesteltung – durch den Einsatz des Pfostensystems sind der Gestaltung des Grundrisses kaum Grenzen gesetzt, da das Betonsklett die tragenden Wände überflüssig macht.
  3. Die freie Fassadengestaltung – ist eine freie Ableitung der Stahlbetonstruktur. Diese ermöglicht die Fassaden frei zu gestalten, da sie keine strukturelle Funktion haben, sondern einfach durch horizontaler und vertikaler Elemente gebildet sind, deren Hohlräume beliebig mit opaken Wänden oder Glasfassanden gefüllt werden können. Auf diese Weise hat der Architekt keine strukturellen Einschränkungen, sondern kann sich ausschließlich mit funktionalen und ästhetischen Aspekten befassen.
  4. Der Dachgarten – anstatt eines konventionellen Steildaches wird ein Flachdach verwendet, das als Dachgarten nutzbar ist, um Blumenbete, ein Solarium und Aufenthaltsbereiche für die schöne Jahreszeit zu erstellen.
  5. Das Langfenster  (Fensterband) – ist eine Innovation die dank des Stahlbetons ausführbar ist. Die Fassade über ihre ganze Länge, mit einem beliebig großen Fenster ausgeschnitten werden. All dies verleiht den Räumen eine bessere natürlichere Belichtung und eine größere Verbindung mit den Außenräumen.
Fünf Punkte einer neuen Architektur_BIM-software_Edificius

Fünf Punkte einer neuen Architektur

Villa Savoye mit einer BIM-Software entwerfen

„Die Frage die wir uns stellen ist: wie würde Le Corbusier heute einen Entwurf mit modernen Werkzeugen wie BIM-Oriented Sofwares erstellen?“

Er hätte die Möglichkeit gehabt, BIM-Objekte zu „formen“,und  verwenden und hierbei das Erbebnis seiner Ideen in Echtzeit umzusetzen und zu visualisieren.

Zum Beispiel hätte Le Corbusier den Entwurf der Villa, die er sich auf einem quadratischen Gitter von 4,75 mx 4,75 m vorgestellt hatte, sehr einfach unter Verwendung des Objekts „Gitter“ entwickelt (siehe Artikel MagneticGrid). Durch die Verwendung von Fangpunkten hätte er alle zuvor mit dem passenden Schnitt versehenen Stützen sehr leicht eingefügt.

Dank der Eigenschaften der Software hätte er außerdem in Echtzeit die Gültigkeit seiner Entwurfsentscheidungen beurteilen können.

 

Schließlich hätte er durch Verwendung des Objekts „Gebäudehülle“ die Stratigraphien der Wände (mit allen mechanischen und thermischen Eigenschaften) definiert und diese ohne Fehler eingefügt, dank der Richtlinien des magnetischen Gitters.

 

Mit Edificius, der BIM-Software für den architektonischen Entwurf, konnten die Ersten der „fünf Punkte für ein moderne Architektur“ von Le Corbusier dargestellt und ihre Wirkung überprüft werden: die Pfosten und die freie Grundrissgestaltung.

Dreidimensionale-Schnittzeichnung-freie-Grundrissgestaltung-und Pfosten_VillaSavoye_BIM-software_Edificius

Dreidimensionale-Schnittzeichnung mit Edificius erstellt

In den nächsten Artikeln werden wir sehen, wie der Ansatz der modernen BIM-Technologie Le Corbusier den Entwurf der Villa Savoye und die Anwendung der weiteren Punkte für ein moderne Architektur erleichtert hätte.

Sehen Sie sich das zusammenfassende Video an.

 

Folgend einige mit Edificius erstellte  fotorealistische Renderings des Endergebnisses.

 

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