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Die BIM-Reifegrade: BIM-Level 0

Was sind BIM-Reifegrade, wozu dienen sie und was entspricht Level 0: Hier finden Sie alles, was Sie über BIM-Reifegrade und Level 0 wissen sollten

In den letzten Jahren hört man oft von BIM-Reifegrade. Was sind sie, wozu dienen sie und was entsprechen die verschiedenen Level, sind die am häufigsten gestellten Fragen.

In diesem Artikel werden wir alles erklären, was Sie über BIM-Level wissen sollten und insbesondere über BIM-Level-0.

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Die BIM-Ebenen

BIM kann nach unterschiedlichen Reifegraden genutzt werden, die dem Grad der gemeinsamen Nutzung eines Projekts und der Zusammenarbeit mit den verschiedenen beteiligten Personen entsprechen.

Zu diesem Thema gibt es noch viel Unklarheit, und man neigt oft dazu, die Reifegrade von BIM mit dem Detailgrad (LOD) oder sogar mit den BIM-Dimensionen (3D, 4D, 5D usw.) zu verwechseln.

Die BIM-Ebenen definieren den Reifegrad in Bezug auf die Nutzung der BIM-Methode durch eine bestimmte Organisation des Baubereichs.

Daher identifizieren diese Ebenen verschiedene Phasen der BIM-Entwicklung, von der Ebene 0 mittels der Verwendung digitaler Zeichnungen und 2D-Papierziechnungen (z.B. mit Einsatz der CAD-Technologie) bis hin zur Ebene 3 durch eine vollständige Integration über das gesamte Projekt (mit Verwendung kollaborativer Plattformen, BIM-Softwares, usw.).

Wenn man sich auf die PAS 1192 bezieht (Publicly Available Specification), müssen 4 Ebenen berücksichtigt werden:

  • Level 0
  • Level 1
  • Level 2
  • Level 3

Die neue DIN EN ISO 19650 (aktuelle Referenznorm) hingegen identifiziert drei Ebenen:

  • Stage 1
  • Stage 2
  • Stage 3

In diesem Artikel verweisen wir auf Ebene 0 der PAS.

Die 4 BIM-Reifegrade

Die 4 BIM-Reifegrade

Um zu verstehen, worauf verwiesen wird, müssen wir die PAS 1192 berücksichtigen.

Die PAS-Norm 1192 führt 4 digitale Reifegrade ein:

  • L0geringe Zusammenarbeit – man arbeitet in 2 Dimensionen mit Software Computer Aided Design (CAD) oder auf Papierzeichnungen; Diese folgt eine traditionelle Arbeitsorganisation, die sich um ein System von Normen dreht;
  • L1partielle Zusammenarbeit – man arbeitet in 2 oder 3 Software-Dimensionen 3D Computer Aided Design mit digitalen Dateien. Hier startet man eine parametrische Entwurfsmethode innerhalb des eigenen Arbeitsablaufs, aber es gibt noch keine Zusammenarbeit und keinen Datenaustausch mit anderen Fachleuten. Die befolgten Standards sind sowohl intern als auch international, insbesondere was die Aufnahme bestimmter Informationen in die verschiedenen Elemente betrifft;
  • L2volle Zusammenarbeit – es wird in 3 Dimensionen gearbeitet. Auf dieser Ebene gibt es eine effektive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachleuten, die an einem bestimmten Projekt arbeiten und alle BIM-Tools verwenden. Alle arbeiten an separaten Modellen, die verschiedene Teile des Projekts darstellen, welche schließlich, zu einem föderierten Modell vereint werden;
  • L3vollständige Integration – alle arbeiten gleichzeitig auf dem gleichen gemeinsamen Modell. Dies ermöglicht eine kontinuierliche und sofortige Kommunikation und den Austausch von Updates in Echtzeit.

Um mehr zu erfahren, empfehlen wir Ihnen, den Artikel “Von 0 bis 3, was sind die LOD-BIM-Reifegrade?“ zu lesen.

BIM livello 0

Um den Reifegrad von BIM zu verdeutlichen, wird häufig auf ein weit verbreitetes Diagramm verwiesen, das als „The Wedge“ bezeichnet wird.

Die von den Forschern Bew und Richards entwickelte BIM-Modellierung stellt einen kontinuierlichen Prozess dar, bei dem eine immer komplexere Reihe von Technologien integriert wird, um den Reifegrad der BIM-Workflows zu verbessern und immer bessere Ergebnisse zu erzielen.

BIM-Reifegradmodell (Bew-Richards)

BIM-Reifegradmodell (Bew-Richards) – überarbeitetes Bild

Die Stufe 0 stellt die am wenigsten entwickelte Situation dar, in der ein Fachmann arbeiten kann und als „nicht digital“ bezeichnet wird.

Es handelt sich um eine Methode, bei der es keine direkte Zusammenarbeit und kein unmittelbarer Informationsaustausch vorgesehen ist.

Die Erstellung der Informationen erfolgt mittels 2D-CAD-Softwares und deren Übertragung erfolgt nicht digital, wobei der Informations- und Dokumentenaustausch ausschließlich in Papierform erfolgt.

Im Wesentlichen handelt es sich um einen digitalen Zeichentisch, auf dem es keine Standards, keine Zusammenarbeit und keine gemeinsame Nutzung gibt.

Darüber hinaus enthält die Zeichnung nur grafische Informationen. In der Tat entspricht z.B. eine Linie nur einer Reihe von Koordinaten im Plan, im Gegensatz zu BIM, welches ermöglicht, jedem Element im Projekt eine Vielzahl von Informationen zuzuordnen.

In den nächsten Artikeln werden wir uns mit den anderen BIM-Reifegraden befassen.

 

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