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Was ist die Nennleistung einer Photovoltaikanlage?

Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage, auch Spitzenleistung genannt, ist die maximale elektrische Leistung, die die Anlage erzeugen kann. Erfahren Sie, wie sie berechnet wird und wie sie die Klassifizierung von Anlagen beeinflusst.

Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage zu kennen ist entscheidend, um sich zwischen Verbrauch und tatsächlichem Energiebedarf zurechtzufinden. Aber was bedeutet wirklich Nennleistung, wie wird sie berechnet und wie dimensioniert man die Anlage?

Lassen Sie uns die Situation zusammen klären, aber zuerst möchten wir Sie daran erinnern, dass es für die Planung von Photovoltaikanlagen, ihre Dimensionierung und optimale Leistung empfehlenswert ist, die richtige Photovoltaik-Software zu verwenden, die Planung und wirtschaftliche Analyse in einer einzigen Lösung kombiniert.

Was ist die Nennleistung einer Photovoltaikanlage?

Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage, auch Spitzenleistung genannt, ist die maximale elektrische Leistung, die die Anlage unter Standardtestbedingungen erzeugen kann.

Unter Standardtestbedingungen versteht man:

  • Temperatur von 25°C;
  • Einstrahlung von 1000 Watt/m2;
  • Sonnenposition bei 1,5 AM, das heißt, wenn die Sonne einen Winkel von 48° zum Zenit bildet.

Wie berechnet man die Leistung einer Photovoltaikanlage?

Die Berechnung der Leistung einer Photovoltaikanlage erfolgt durch Addition der einzelnen Nennleistungen der Module, die zur Anlage gehören. Diese werden natürlich unter den gerade genannten Standardbedingungen berechnet.

In den letzten Jahren ist der Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem, das auf erneuerbaren Energien basiert, entscheidend geworden.

Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage ist daher ein entscheidender Aspekt. Das Verständnis, wie man die Leistung einer Photovoltaikanlage präzise berechnet und bewertet, ist entscheidend, um effiziente und zuverlässige Systeme zu planen und zu installieren. Glücklicherweise gibt es spezifische Software für die Planung von Photovoltaikanlagen, die Sie unterstützen.

Leistung einer Photovoltaikanlage | Solarius-PV

Leistung einer Photovoltaikanlage | Solarius-PV

Welche Maßeinheit wird für die Nennleistung verwendet?

Die Maßeinheit, die zur Angabe der Nennleistung einer Photovoltaikanlage verwendet wird, ist das Kilowatt Peak, abgekürzt kWp. Um diese Maßeinheit nicht mit der des Kilowattstunde zu verwechseln, die die Maßeinheit der elektrischen Energie ist, sehen wir uns gemeinsam die Bedeutung der Buchstaben in ihrer Abkürzung an:

  • Der Buchstabe k steht für Kilo, also das Tausendfache des Werts der begleitenden Maßeinheit;
  • Der Buchstabe W bedeutet Watt, also die Maßeinheit der Leistung, daher gilt 1 kW (Kilowatt) = 1.000 Watt;
  • Der Buchstabe p steht für Peak.

In der Photovoltaikbranche steht also die Abkürzung kWp für Kilowatt Peak und wird verwendet, um den Wert der Nennleistung anzugeben, also die theoretische maximale momentane Leistung, die von einem Modul oder der gesamten Anlage erzeugt wird. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich um eine theoretische Leistung handelt, da die Stromerzeugung der Photovoltaikmodule nicht konstant ist, sondern je nach verschiedenen Kriterien variiert, wie z.B.:

  • Neigung und Ausrichtung der Module;
  • Solareinstrahlung am spezifischen Standort;
  • Wetterbedingungen.

Was ist der Unterschied zwischen kWp und kWh?

Wir haben bereits im vorherigen Abschnitt darauf hingewiesen, nicht die beiden Maßeinheiten, kWp und kWh, zu verwechseln. Diese Warnung ist wichtig, da beide auf eine elektrische Leistung verweisen und somit beide mit einer Photovoltaikanlage zu tun haben. Aber worin unterscheiden sie sich? Der Hauptunterschied zwischen den beiden Maßeinheiten, der zu enormen Verwirrungen führen würde, wenn sie vertauscht würden, liegt in der Zeitkomponente.

Im Allgemeinen ist das Kilowatt, das 1.000 Watt entspricht, die Maßeinheit, die zur Bestimmung der elektrischen Leistung einer Photovoltaikanlage verwendet wird und zeigt an, wie viel Energie pro Sekunde erzeugt wird.

Das kWh, Kilowattstunde, ist die Leistung des in einer Stunde von 1 kW erzeugten und gelieferten Stroms.

Das kWp gibt hingegen die Nennleistung der Anlage an, die wiederum die durchschnittliche Leistung im Laufe eines Jahres darstellt. Die Berechnungsbedingungen bezüglich der Zeitkomponente, zwischen kWh und kWp, sind also offensichtlich unterschiedlich.

Wie wählt man die Leistung einer Photovoltaikanlage aus?

Um die Leistung einer Photovoltaikanlage auszuwählen und somit mit der Dimensionierung der Photovoltaikanlage fortzufahren, ist es unerlässlich, den Energiebedarf als Referenz zu verwenden, um die Leistung der Anlage entsprechend den tatsächlichen und/oder erwarteten Bedürfnissen und Verbräuchen „abzustimmen“.

Natürlich muss die genaue Berechnung im Zusammenhang mit dem spezifischen Projekt und mit speziellen Photovoltaik-Software durchgeführt werden, aber im Allgemeinen haben wir kleinere Photovoltaikanlagen mit niedriger Nennleistung – bis zu 50 kWp – für Wohngebäude und größere Anlagen mit höherer Nennleistung über 50 kWp für Industrieanlagen.

Lassen Sie uns genauer betrachten, wie man eine Vorstellung von der Dimensionierung bekommt:

  • Photovoltaikleistung für Wohngebäude: Der erste Faktor, der zur Bewertung der Leistung der Photovoltaikanlage berücksichtigt werden muss, sind die Verbräuche, die direkt von der Stromrechnung abgeleitet werden können. In erster Näherung kann man schätzen, dass die Photovoltaikanlage eine Nennleistung von etwa dem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch geteilt durch einen Faktor von tausend haben sollte. Unter der Annahme einer Rechnung, die einen jährlichen Verbrauch von 3000 kWh angibt, könnte eine Anlage von 3 kWp ausreichen;
  • Photovoltaikleistung für Industrie oder Gewerbe: Wie bei einer Anlage für Wohnzwecke muss auch hier zunächst der Energieverbrauch berücksichtigt werden, der aus den Rechnungen des örtlichen Versorgers abgeleitet werden muss. Im Falle von Industrie- oder Gewerbeanlagen wird jedoch versucht, die Unternehmensrentabilität zu maximieren. Um dies zu erreichen, wird die Leistung der Anlage anhand des Lastprofils des Verbrauchers unter Berücksichtigung der momentanen Leistung des aufgenommenen Stroms berechnet.

Wie bereits erwähnt, ist die Berechnung der Nennleistung einer Photovoltaikanlage ein komplexer Prozess, der eine genaue Bewertung verschiedener Schlüsselfaktoren erfordert, wie z.B.:

  • Verfügbare Fläche: Der erste Schritt besteht darin, die verfügbare Fläche für die Installation von Solarmodulen zu bewerten. Diese Fläche kann auf dem Dach eines Gebäudes, auf einer Bodenstruktur oder auf anderen geeigneten Strukturen liegen. Größe und Anordnung der Fläche beeinflussen direkt die Leistungsfähigkeit der Anlage;
  • Effizienz der Solarmodule: Jedes Solarmodul hat eine spezifische Effizienz, die den Prozentsatz der einfallenden Sonnenenergie angibt, der in Elektrizität umgewandelt werden kann. Dieser Wert kann je nach Typ und Modell der verwendeten Solarmodule variieren;
  • Solareinstrahlungsbedingungen: Die solaren Einstrahlungsbedingungen am Installationsort der Photovoltaikanlage sind ein Schlüsselfaktor für die Bestimmung der Energieproduktion. Diese Bedingungen umfassen den Neigungswinkel der Solarmodule, die Ausrichtung zur Sonne und die Menge an Sonneneinstrahlung, die in diesem spezifischen Bereich während des Jahres empfangen wird;
  • Korrekturfaktoren: Bei der Berechnung der Nennleistung einer Photovoltaikanlage müssen einige Korrekturfaktoren berücksichtigt werden. Diese Faktoren umfassen die Verschattung durch Bäume, Gebäude oder andere umliegende Strukturen sowie die Umgebungstemperatur, die die Leistung der Solarmodule beeinflussen kann.

Um eine genaue Bewertung und optimale Dimensionierung der Photovoltaikanlage zu erhalten, empfehlen wir Ihnen, die Software für die Planung und Dimensionierung von Photovoltaikanlagen zu verwenden. Sie können die Nennleistung einer Photovoltaikanlage präzise berechnen, alle oben genannten Faktoren berücksichtigen und eine genaue Schätzung der Anlagenauslastung erhalten.

 

Solarius-PV
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