Modeling, Model und Management: die drei M‘s des BIMs und die richtige Software, um dieses Thema anzugehen

Building Information Modeling, Building Information Model, Building Information Management: Worum es sich handelt

Oft hört man von BIM und liest davon.

Sowohl es möglich ist, den Buchstaben „B“ und „I“ eine Bedeutung zu geben, die sich jeweils auf die Konstruktionen (Building) und auf Informationen beziehen, gilt dies nicht für den Buchstaben „M“ an dem man verschiedene Ebenen zuzuordnen kann.

BIM

Eine eindeutige Definition des BIMs ist daher nicht möglich, da das Akronym selbst drei konzentrische und sich ergänzende Konzepte wie Modellierung, Modell und computergestützte Verwaltung eines Bauwerks umfasst: Modellierung, Modell und Management.

Kurzgesagt können wir Building Information Modeling, als den Prozess zum Erstellen und Verwalten von Informationen eines Gebäudes, während des gesamten Lebenszyklus definieren.

Eines der grundlegenden Ergebnisse dieses Prozesses ist das Building Information Model, d.h. die digitale Beschreibung aller Aspekte des Bauwerks.

Dieses Modell wird auf der Grundlage von Informationen entwickelt, die während den Hauptphasen des Projekts, kollaborativ eingegeben und aktualisiert werden (als Building Information Management definiert).

Diese von der NBS gegebene Definition hebt die drei grundlegenden Konzepte hervor, welche BIM charakterisieren:

  • BIM ist ein Prozess oder eine Reihe von Aktivitäten, zur Verwaltung der in den Informationsmodellen enthaltenen Daten und Informationen;
  • BIMist ein Modell, d.h. ein Behälter mit Daten und Informationen, die während des gesamten Lebenszyklus des Bauwerks gelesen, angereichert und geändert werden müssen;
  • BIM ist Kollaboration, d.h. damit die Informationsmodelle immer aktualisiert und verwendbar sind, müssen alle Beteiligten, zu geeigneten Zeitpunkten des Prozesses und nach bestimmten Regeln zusammenarbeiten.

Bild mit Model-Modelin-Managment Darstellung

 

Der Bedeutungswandel ist daher nicht zufällig: Der Übergang von Model zu Modeling impliziert, dass die Methode nicht mehr auf ein fertiges Produkt wie das digitalisierte Modell angewandt wird, sondern sich auf die computergestützte Modellierungsaktivitäten bezieht (Work-in-Progress). Der Übergang von Modeling zu Management zeigt, dass BIM ein Informationsfluss darstellt, der zum Zeitpunkt der Planung der Baueingriffe, bereits eingerichtet sein mussi.

Das Modell sammelt dann alle Daten, die das Prozess-Management als Anforderungen identifiziert und gemäß den in den Modeling-Prozessen definierten Richtlinien organisiert und von den Planern bereitgestellt wurden.

Building Information Modeling

M wie Modellierung, d.h. die Gesamtheit der Technologien und Prozesse, die darauf abzielen, ein Modell mit Informationen zu erstellen.

BIM wie Building Information Modeling ist daher das digitale Informationssystem des Bauwerks, das aus dem 3D-Modell mit geometrischen, Leistungs- und Funktionsdaten eines Gebäudes zusammensetzt ist.

Mit dieser Methode können Fachleute aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen (AEC) ein digitales Modell erstellen, das Informationen über den gesamten Lebenszyklus des Bauwerks, ausgehend von der Projektplanung bis hin zur Ausführung, Abriss und Entsorgung enthält.

Building Information Model

M wie Modell, d.h. die Visualisierung von Informationen und zwar etwas digital Konkretes und Lieferbares, wodurch eine digitale Beschreibung des Gebäudeinformationsmodell wiedergegeben wird.

Es handelt sich um eine intelligente Weiterentwicklung des 3D-Modells, einer Art virtueller computerisierter Prototyp, mit dem bereits vor Baubeginn simuliert werden kann, welche Arbeiten erstellt und verwaltet werden sollen.

Building Information Management

Wie bereits erwähnt, enthält das dreidimensionale Modell des Bauwerks beim BIM-Ansatz nicht nur alle Daten, zu den geometrischen Eigenschaften des Gebäudes und den dazugehörenden Material- und Strukturkomponenten, sondern auch alle zur Realisierung erforderlichen Ressourcen.

Man könnte daher anstelle eines Modells von einer „Arbeitsdatenbank“ sprechen, welche auch für alle Aktivitäten nach der Entwurfsphase als Referenz gilt.

Die „Mission“ des Building Information Management besteht darin, die Organisation des kollaborativen Datenaustauschprozesses des Werks zu überwachen, einschließlich der Implementierung und Verwaltung der digitalen Austauschplattform, welche zur Realisierung eines BIM-Projekts unerlässlich ist.

BIM-Softwares

Das Unternehmen oder der Planer wählt die BIM-Software, die seinen Anforderungen am besten entspricht, um die Entwicklung des BIM-Prozesses zu implementieren. Diese Auswahl könnte von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, wie z.B. der Verbreitung auf dem Referenzmarkt, die Kompatibilität mit anderen bereits verfügbaren Softwares, der Benutzerfreundlichkeit der Software sowie die Suche nach bereits geschultem Mitarbeiter.

 

 

 

Heutzutage gibt es auf dem Markt viele Softwareprodukte, die für Aktivitäten für Building Information Modeling entwickelt wurden. buildingSmart International (bSI) unterteilt diese Softwareanwendungen in zwei Typen:

  • Softwares die in der Lage sind, ein BIM-Modell zu erstellen und im IFC-Format zu exportieren: Hierbei handelt es sich um die sogenannten BIM-Authoring-Softwares, d.h. Anwendungen, mit denen das BIM-Modell erstellt und geändert werden kann;
  • Softwares, die Berechnungen und Überprüfungen durchführen und die BIM-Modelle mit Informationen und Daten anreichern: Diese sind die sogenannte BIM-Tools-Software.

Es gibt auch Softwares, die die korrekte Verwaltung des BIM-Prozesses während des gesamten Lebenszyklus des Bauwerks ermöglichen und sich auf Building Information Management beziehen, es handelt sich um BIM Coordination Softwares oder BIM Management Softwares.

Angesichts der zu verarbeitenden Datenmenge, ist die Softwareauswahl nicht zu unterschätzten und sollte gemäß den BIM-Zielen die man erreichen möchte, bewertet werden.

Darüber hinaus ist es bei der zu erwerbenden Software, Grundlegend, dass diese von buildingSmart International zertifiziert ist und der neuesten Version des IFC-Standard-Formats entspricht.

 

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