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Structural E-Permit: Das BIM im Dienst des Verwaltungsprozesses

Structural E-Permit: Automatische Überprüfung des Strukturprojekts, welche bestimmt, ob das Projekt einer Verordnung entspricht und somit zur dementsprechenden Genehmigung führt. Hier alle Projektdetails

Der Begriff E-Permit bezieht sich auf die automatisierten Prozesse, die eine automatische Kontrolle ermöglichen, und zielt darauf ab, eine Genehmigung von der zugelassen Behörde zu erhalten, die für ein BIM-Projekt zuständig ist.

In der Tat, nach der Definition einer bestimmten Vorschrift (wie z.B. einer Bauvorschrift oder einer technischen Norm), können alle von der Vorschrift selbst vorgesehenen Überprüfungen, automatisch an den offenen IFC-Format der Open BIM-Datei durchgeführt werden.

Dank E-Permit können diejenigen, die eine Genehmigung erteilen müssen, über die Möglichkeit verfügen, die Verwaltungsakten vollautomatisch einzuweisen: Ein spezieller Code Checker ist in der Lage, die Projekte zu verifizieren und die Genehmigung zu erteilen oder einen Bericht mit nicht zufriedenstellenden Prüfungen zu erstellen, um das Projekt zu modifizieren.

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Infografik des E-Permit Prozesses

Structural E-Permit, das Projekt, die Partner und die allgemeinen Aspekte

Das Forschungsprojekt Structural E-Permit, Gewinner des buildingSMART International Awards 2019 in Peking, zielt auf die automatisierte Erteilung einer Baugenehmigung für die Errichtung eines Gebäudes ab.

Neben ACCA, die eine koordinierende Rolle spielt und die Software und Plattformen entwickelt hat, waren am Structural E-Permit-Projekt beteiligt:

  • Region Kampanien;
  • Universität von Neapel Federico II – Fakultät für Ingenieurwissenschaften – Neapel;
  • Bauamt von Avellino;
  • Gemeinde von Montemarano (AV).

Structural E-Permit- Parten

 

Ziel des Projektes ist die Anwendung des Open BIM zur Definition eines E-Permit-Verfahrens, welche zur Erlangung einer Genehmigung durch die Digitalisierung der Ergebnisse der seismischen Prüfungen für das Bauwesen dient.

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Structural E-Permit und Open-BIM

 

Ein Neubau oder Eingriff in eine bestehende Gebäudestruktur, beinhaltet den Verwaltungsprozesse zwischen Bürger/öffentlich-privaten Auftraggeber und Behörde, der in drei Phasen unterteilt ist:

  1. Hinterlegung der Tragwerksberechnung und seismischen Prüfungen bei den Verwaltungs- und Kontrollstellen zur Genehmigung/Ablehnung seitens der Behörde;
  2. Erteilung der Genehmigung oder Integration;
  3. Mitteilung über Abschluss der Arbeiten und Prüfungen.

Jede der drei Phasen erfordert, dass sich Bürgers/öffentlichen-privaten Auftraggeber mit der Behörde auseinandersetzen sowohl Dokumenten- und Daten austauschen.

Structural E-Permit entwickelt den gesamten Prozess in vollständig digitaler Form und stellt das BIM-Modell der Struktur im IFC-Format in den Mittelpunkt der Schnittstelle und des Datenaustauschs zwischen Bürger/öffentlichen-privaten Auftraggeber und Unternehmen.

Der Prozess ist in Phasen unterteilt, welche der bis heute, in traditioneller Form durchgeführten Phasen ähneln:

  1. Hinterlegung aller erforderlichen Daten und Dokumente (technische Berichte der Materialeigenschaften, Berechnungsberichte, Tragwerksplanung, Architekturplanung, geologischer Bericht, seismische Prüfungen usw.) in digitaler Form mit fortschrittlicher Integration des BIM-Modells im IFC-Format. Die Kontrolle erfolgt teilweise als automatisches Code Checking der auf der Plattform implementierten Regeln und teilweise in halbautomatischer Form, durch unterstützte Analyse der georeferenzierten Daten im IFC-Modell;
  2. Erteilung der Genehmigung oder Antrag der Integration der Ablage auf kollaborativer BIM-Plattform mit Benachrichtigungen, Lösungen der Issues und Online-Chat, die im integrierten IFC-Modell hinterlegen;
  3. Integration auf der kollaborativen BIM-Plattform und auf dem Modell im IFC-Format aller Daten, welche während der Struktur-Ausführungsphase erzeugt wurden, mit Hinzufügung von Dokumenten (Erklärung der Baufertigstellung, Kontrolle) und Prüfungsergebnissen, der während der Bauphase verwendeten Materialien.

Das Projekt umfasste die Untersuchung und Systematisierung von Tragwerksplanungsdaten im Einklang mit dem Open-BIM-Prozess, dem IFC-Standardformat und der dafür spezifischen MVD.

Gegenstand der Forschung war auch die Entwicklung ad-hoc von Softwares und Kooperationsplattformen sowie das praktische Experimentieren des neuen digitalen Prozesses mit der Definition einer spezifischen Fallstudie.

Structural E-Permit und offener BIM-Standard

Structural E-Permit ermöglicht eine effizientere Kommunikation von Daten und Dokumenten zwischen Bürger/öffentlichen-privaten Auftraggeber und Behörden in allen Phasen der Hinterlegung des Bauvorhabens und der seismischen Überprüfung eines Gebäudes, die Archivierung von Daten und vollständige Papierbeseitigung im Informationsaustausch.

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Opern BIM und IFC

Der Einsatz des Open BIMs bzw. der offenen Formate und insbesondere das IFC-Format, ist für die freie Kommunikation der Stakeholder und für die effektive Integration der im Einlagefluss vorhandenen Prozesse, unerlässlich gewesen. So konnten beispielsweise die Tagwerksplanung und seismische Überprüfung, durch den Einsatz unterschiedlicher, auf dem Markt anwesender Softwares durchgeführt werden.

Die Unterstützung des offenen IFC-Formats und die Untersuchung einer MVD (Model view definition), die jede Software leicht lesen und schreiben kann, ist daher für eine freie Wahl der Mittel und Dienstleistungen der Datenproduktion und für die damit verbundene korrekte Marktentwicklung unerlässlich.

Diese Überlegungen gelten auch für alle anderen Prozessphasen (wie z.B. Hinterlegung, Prüfung, Aktualisierung, Archivierung). Darüber hinaus ist die Verwendung eines offenen Formats, das einzige Möglichkeit für die zuständige Behörde, um die Daten in einer geschützten Wiese zu archivieren. Nur so kann der Zugriff der erfassten Daten in unabhängiger Weise von der Software und Ihrer Version, die die Daten selbst produziert hat, gewährleisten werden.

Structural E-Permit zeigt auch, wie die Verwendung eines offenen Formats ermöglicht, die durch einen Prozess erzeugten Informationen, für verschiedene Zwecke zu nutzen.

Zum Beispiel wurden die abgelegten Daten für eine sofortige Konformitätsüberprüfung durch automatisches Code Checking verwendet. Es ist dennoch möglich, statistische Analysedienste für archivierte Daten zu entwickeln oder KI-Technologien (künstliche Intelligenz), prädiktive Analysen usw. anzuwenden, welche aller Art von Dienstleistungen und/oder Anbietern anspricht, die sich zur Verarbeitung dieses Datenformats verpflichten möchten.

Die wahren Vorteile des Structural E-Permit-Projekts

Structural E-Permit hat allen Beteiligten am Tragwerksentwurf und den seismischen Überprüfungen des Bauwerks ermöglicht, erhebliche Vorteile zu erzielen.

Diese Vorteile lassen sich in einer Zeit- und Kostenersparnis, einer Steigerung der Ergebnisqualität und der Zufriedenheit der Dienstleistung zusammenfassen. Die Vorteile wurden durch den Vergleich zwischen der Hinterlegung eines traditionellen Strukturprojekts mit derselben Hinterlegung, unter Verwendung der mit dem Structural E-Permit-Projekt entwickelten Prototyp erzielt.

Die als Fallstudie verwendete Hinterlegung bezieht sich auf das Strukturprojekt einer Schule.

Die Prüfung ergab beträchtliche Vorteile, für alle am Prozess-Beteiligten:

  • Der Antragsteller war in der Lage, alle Unterlagen und Daten, die für die Speicherung der Tragwerksplanung erforderlich sind, in einem einzigen Arbeitsgang vorzulegen. Dies wurde durch die automatische Generierung und Verwendung einer Berechnungssoftware möglich, welche zu einer eindeutigen Zeitersparnis und einer höheren Qualität führte;
  • Die Einreichung der Datei in digitaler Form auf dem Portal wurde einer ersten automatischen Überprüfung unterzogen, um die formale und, soweit möglich, wesentliche Übereinstimmung der Daten und Dokumente zu überprüfen. Das erste automatische Code Checking, begrenzt die Kontrolle und die Integrationsanforderung und schließt automatisch die Akten aus, welche offensichtliche Mängel aufweisen;
  • Die Behörde konnte sofort ermitteln, dass die eingereichten Daten und Unterlagen vollständiger und lesbarer sind. Die Integration von Daten und Dokumenten in das BIM-Modell der Struktur im IFC-Format, ermöglicht eine bessere Lesbarkeit und eine schnellere sowie unterstützte Identifizierung kritischer Probleme.
  • Die Kommunikation und Klarstellung zwischen Antragsteller und Behörde über Aspekte der Berechnung, die für die Genehmigung oder Integration nützlich sind, wurden auf kollaborative Weise auf der Plattform durchgeführt. Dadurch konnte das Verständnis gesteigert, die Genehmigungszeiten verkürzt und die gegenseitige Zufriedenheit der Beteiligten erhöht werden. Dieser Aspekt kann Auswirkungen auf die gesamte Produktionskette des Bauwerks führen, wodurch die Geschwindigkeit der Genehmigung erhöht und eine größere Arbeitsverfügbarkeit besteht.
  • Die während der Ausführungsphase gesammelten Daten ermöglichen es, den digital Twin und die Situation des as built zu erhalten.

 

E-Permit BIM und buildingSMART international Award 2019

ACCA software, wurde der erste Preis des „buildingSMART International Standards Summit 2019“ in der Kategorie „PROFESSIONAL & STUDENT RESEARCH“ mit dem Projekt „Structural E-Permit“ erteilt .

buildingSMART hat auf seinem Portal, Videos der Finalistenprojekte veröffentlicht.

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Abschnitt des buildingSMART-Portals mit Projektvideo Structural E-Permit

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Folgend das von buildingSMART international veröffentlichte Video.

 

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