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Home » BIM und Gebäudemodellierung » BIM Execution Plan (BEP): Was ist das und wozu dient er?

BIM Execution Plan (BEP): Was ist das und wozu dient er?

Zweck des BIM Execution Plans ist es, Mittels und Tools zur Erreichung der vom Auftraggeber bezeichneten BIM-Ziele und -Anforderungen zu definieren. Entdecken Sie, wie dieser erstellt wird

Editorial Team / 4. April 2025

Der Einsatz der BIM-Methode ist die effizienteste und effektivste Methode zur Entwicklung eines Projekts im AEC-Sektor (Architecture, Engineering & Construction).

Was Sie jedoch wissen sollten ist, dass für die erfolgreiche Anwendung der BIM-Methode die Erstellung eines angemessenen BEP (BIM Execution Plan) unabdingbar und grundlegend ist. In diesem Artikel sehen wir warum.

Weiter präsentieren wir Ihnen einen Fallstudie über die Erstellung des BEPs für das Projekt Recycle BIM, eine der Initiativen, die von ACCA zur Implementierung von BIM ins Leben gerufen wurde.

Das Projekt konzentriert sich auf eine Phase des Lebenszyklus des Vermögenswerts, die bisher wenig untersucht wurde: den Abbruch und die Dekonstruktion. Es zielt darauf ab, die Zirkularität der Baumaterialien aus den Demontagen zu planen und zu optimieren, durch digitale Modellierung und die Implementierung der BIM-Methodik.

Diese Arbeit wurde teilweise durch die Maßnahme von ERA-MIN 3 finanziert, die Mittel von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon 2020-Programms aus dem Zuschussvertrag der Europäischen Kommission Nr. 101003575 erhalten hat.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist ein BIM Execution Plan?
  • Welche sind die zwei Typologien des BIM Execution Plan?
  • Wer erstellt den BIM Execution Plan?
  • Was beinhaltet ein BIM Execution Plan?
  • Wie erstellt man einen Bim Execution Plan?
  • Wie erkennt man einen guten BIM Execution Plan?
  • Die grundlegende Rolle des BEP im Projekt RecycleBIM

Was ist ein BIM Execution Plan?

Der  BEP (BIM Execution Plan) ist ein grundlegendes Dokument für den Erfolg des BIM-Projekts und stellt eines der funktionalen Referenz-Tools für das korrekte Management eines BIM-Projekts und für die Synchronisierung des Arbeitsablaufs von der Projektplanung bis zur Verwaltung des Gebäudes dar.

Sein Zweck ist:

  • Leitlinien für die Verwaltung der Definitionsebene (LOD) und Informationsmanagement in BIM zu liefern;
  • dem Arbeitsteam zu helfen, seine Rollen zu identifizieren.

Der BEP analysiert die Anforderungen des Auftraggebers und die vertraglichen Inhalte der Aufgabenstellung und beschreibt, mit welchen Entscheidungsschritten, Mitteln, Methoden und IT-Lösungen das Team, das BIM-Projekt durchführen und steuern wird. Darüber hinaus werden die Rollen und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Teambeteiligten, klar festgelegt.

Die Bedeutung von BEP in BIM, durch ein Bild erklärt

Die Bedeutung von BEP in BIM, durch ein Bild erklärt

Eine sorgfältige Ausarbeitung des BEP stellt einerseits sicher, dass der Vertragsinhalt und die Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder erfüllt werden, sowie andererseits, eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Teams, was zu einer rechtzeitigen Lieferung führt.

Welche sind die zwei Typologien des BIM Execution Plan?

Es gibt zwei Arten von BEP (BIM Execution Plan), deren wesentlicher Unterschied eng mit dem Zeitpunkt ihrer Erstellung zusammenhängt.

BEP Vorvertrag – wird in der Ausschreibungsphase verlangt und dient den potenziellen Lieferanten als Nachweis für die Erfüllung der Anforderungen des Kunden. Diese Informationen werden in der Regel mit Angaben über die Informationsmodellierung und Projektschritten ergänzt.

BEP Nachvertrag – wird zu dem Zeitpunkt erstellt, an dem die Ausschreibung vergeben wurde. Der BIM Execution Plan stellt ein offizielles Dokument mit Vertragswert dar.

Offensichtlich erfordert der BEP Nachvertrag einen größeren Aufwand: Zu den Inhalten, die bereits im BEP Vorvertrag vorhanden sind, müssen Informationen zu Management, Projektplanung, Methodenanalyse sowie eine Beschreibung der IT-Lösungen hinzugefügt werden. Es wird daher empfohlen, die Planungsaktivitäten und Daten des BIM-Prozesses über eine BIM Collaboration Platform zu verwalten, die hohe Sicherheitsstandards bietet und es ermöglicht, ordnungsgemäß nach der BIM-Methode zu arbeiten.

Wer erstellt den BIM Execution Plan?

Der BEP Vorvertrag Award, wird von jedem potenziellen Lieferanten verfasst, um die Kompetenzen seines Arbeitsteams zu beschreiben, Details über die Infrastrukturkapazitäten zur Digitalisierung des BIM-Projekts zu liefern, seine IT-Lösungen vorzuschlagen und um gleichzeitig einen Zeitplan für die Projektumsetzung und ein technisch-ökonomisches -Angebot zu unterbreiten.

Der BEP Nachvertrag, wird hingegen vom Auftragnehmer und vom Planungsteam, nach Abschluss der Ausschreibungsphase erstellt.

Nach der Vergabe des Auftrags müssen alle Prozessbeteiligten den BIM-Ausführungsplan (BEP) genauer und umfassender definieren sowie weitere operative Details zur Entwicklung und Leitung des BIM-Projekts hinzufügen.

Was beinhaltet ein BIM Execution Plan?

Die Abfassung von einem BEP folgt normalerweise eine bestimmte Vorlage, die an den Kontext des jeweiligen Auftrags angepasst wird.

Oft kann sich die Erstellung einer BEP-Vorlage als schwierig erweisen, aus diesem Grund liefern wir im Folgenden ein Beispiel für die Inhalte, die innerhalb eines BEP entwickelt werden sollten:

  • Vertragsinhalte im EIR (Employers Information Requirement);
  • Vertragsinhalte, die im BEP Vorvertrag beschrieben sind;
  • Inhalte zur Bestätigung der Einhaltung der Spezifikationen;
  • Bisherige Fähigkeiten und Erfahrungen;
  • Technische und leistungsbezogene Merkmale der Infrastruktur;
  • Modellierung von Informationen;
  • Definition von Ebenen der Informationsentwicklung (LOD);
  • Operative Details des BIM-Projektmanagements und der Projektleitung;
  • Rollen und Verantwortungsmatrix (RACI oder RAM);
  • Definition von Kooperationsprozessen;
  • Beschreibung der IT Solutions;
  • Ziele und Verwendung von Informationsmodellen;
  • Definition der Informationsdokumente;
  • BIM-Software, die während des Projekts verwendet werden soll, und ihre Versionen;
  • Methoden für den Datenaustausch;
  • Methoden zur Archivierung und Lieferstrategien.

Dies ist selbstverständlich nur ein Beispiel für die Strukturierung eines BIM Execution Plan, dessen Inhalt ausgehend von einer Referenzvorlage, je nach spezifischem Auftrag variieren kann.

Wie erstellt man einen Bim Execution Plan?

Die Erstellung eines BIM Execution Plan ist eng mit der Auftragsspezifikation verbunden.

Das bedeutet, dass die Anzahl von BEPs, mit der Anzahl der Projekte übereinstimmt. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, die als Leitfaden für die Planung und Durchführung eines BIM-Projekts dienen können.

Die Erstellung eines BIM Execution Plan sollte folgende grundlegende Schritte beinhalten:

  1. Identifizierung der Ziele und Verwendungen von BIM innerhalb des spezifischen Projekts: Identifizierung und Analyse der Ziele, die durch die Anwendung der BIM-Methodik erreicht werden können, und Beschreibung des BIM-Potenzials, das zur Erreichung dieser Ziele genutzt werden soll. Sobald die Anwendungsbereiche von BIM definiert sind, sollten die verantwortlichen Teammitglieder für jeden dieser Bereiche unter Angabe ihres Kompetenz-, Erfahrungs- und Kapazitätsniveaus bestimmt werden;
  2. Identifizierung der BIM-Deriverables;
  3. Identifizierung der Phasen des BIM-Prozesses, Modellierung von Informationen, Identifizierung von Rollen und Verantwortlichkeiten;
  4. Ermittlung der Infrastruktur, die für die Entwicklung eines guten BEP erforderlich ist.
Wie man einen BIM-Execution-Plan erstellt

Wie man einen BIM-Execution-Plan erstellt

Wie erkennt man einen guten BIM Execution Plan?

Wie bereits erwähnt, wird der BEP auf der Grundlage der Auftragsspezifikation und der spezifischen Anforderungen des Auftraggebers erstellt.

Ein BEP kann als gutes Vertragsdokument angesehen werden, wenn dieser die Anforderungen der Spezifikation erfüllt, indem eine genaue Analyse und Beschreibung der Anwendungsbereiche von BIM innerhalb des spezifischen BIM-Projekts geliefert und Rollen, Verantwortlichkeiten, Zeit, Kosten und Liefermethoden identifiziert werden.

Die grundlegende Rolle des BEP im Projekt RecycleBIM

Kommen wir nun zu einer Fallstudie, die ACCA software in die Implementierung der BIM-Prozesse für das Management der Materialien aus den Demontage- und Rückbauprozessen eines Vermögenswerts am Ende seines Lebenszyklus einbezogen hat.

Für weitere Informationen über das Projekt Recycle BIM lesen Sie auch:

  • RecycleBIM: ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft der Baustoffen
  • Produktdatenvorlage und LOIN-Spezifikationen im Projekt RecycleBIM

Im Kontext des Projekts Recycle BIM übernimmt das BEP eine noch bedeutendere Rolle. Es geht nicht nur darum, Protokolle für die Zusammenarbeit und das Management der Daten festzulegen, sondern auch spezifisch auf die Informationsanforderungen (EIR – Exchange Information Requirements) für zirkularitäts- und demontierungsorientierte Projekte zu reagieren. Das BEP stellt sicher, dass alle Beteiligten aufeinander abgestimmt sind und dass die Projektinformationen effektiv verwaltet werden, von den frühen Planungsphasen bis zur endgültigen Lieferung und darüber hinaus.

Die Implementierung eines BEP im Projekt Recycle BIM bringt zahlreiche Vorteile mit sich, darunter:

  • bessere Zusammenarbeit zwischen den Stakeholdern, die eine effektive Kommunikation und ein kohärentes Arbeitsumfeld fördert;
  • Steigerung der Effizienz durch optimierte Arbeitsabläufe, wodurch Zeit und Kosten gesenkt werden;
  • höhere Qualität dank besserer Kontrollmaßnahmen;
  • Risikoreduzierung durch frühzeitige Identifizierung und Minderung potenzieller Probleme;
  • größere Transparenz durch klare Dokumentation von Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozessen.

In Anerkennung des Mangels an detaillierten Vorlagen für BEP, insbesondere für Demontageprojekte, wurde zunächst das Ziel gesetzt, spezifisch angepasste und vollständige Vorlagen für BIM-driven und zirkularitätsorientierte Projekte bereitzustellen, sowohl für die Demontage als auch für den Neubau.

Im Folgenden präsentiere wir Ihnen die Struktur der BEP-Vorlage für:

  • Abbruch- und Rückbauarbeiten: Track: To Be-Demolished;
  • Neubauarbeiten: Track: New Construction.

Struktur und Inhalte des BEP für den „Track: To Be-Demolished“ (Abbruch und Dekonstruktion)

Anlage 1 des Dokuments, das während der Studie für das Projekt Recycle BIM erstellt wurde, präsentiert die Struktur der BEP-Vorlage, die speziell für Abbruch- und Rückbauarbeiten entworfen wurde.

Diese Vorlage ist so strukturiert, dass sie die beteiligten Parteien bei der Implementierung von BIM in dieser spezifischen Projektart leitet.

Die Hauptstruktur umfasst die folgenden Abschnitte:
1. Einleitung:

  • Zweck und Umfang des Dokuments: definiert das Ziel des BEPs und die Projektphasen. Es wird die vorläufige Natur des Pre-BEP und seine Rolle bei der Bewertung der Reife und der Methoden zur Informationsübermittlung durch den Auftragnehmer hervorgehoben.
  • BIM-Ziele für das Abbruchprojekt: spezifiziert die Vorteile der Nutzung von BIM in Abbruchprojekten, wie Zusammenarbeit, Erstellung von 3D-Modellen zur Identifizierung von Schlüsselfaktoren und gefährlichen Materialien, Quantifizierung der Materialien für selektiven Abbruch und Recycling, Identifizierung von Sicherheitsrisiken, Kosten- und Zeitersparnis sowie Integration mit den Märkten für Sekundärprodukte zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.
  • Projektinformationen: liefert allgemeine Details zum Projekt, zum abzubrechenden Bauwerk und eine hochrangige Liste der Deliverables, einschließlich Informationen über das Bauwerk, digitale Erhebungsdaten (Punktwolken), Materialinventar, informatives Modell des Abbruchs und Materialaufstellung.
  • Projektbeteiligte und deren Funktionen: identifiziert die verschiedenen beteiligten Stakeholder (Kunde/Eigentümer, Abbruchunternehmer, Abfallmanager, digitaler Vermesser, BIM-Modellierer, Berater für digitale Daten usw.) und beschreibt deren spezifische Rollen und Verantwortlichkeiten im Kontext des Abbruchprojekts. Eine Tabelle mit den Ansprechpartnern des Auftragnehmers und deren Funktionen wird beigefügt.

2. Informationslieferstrategie:

  • Ziele der kollaborativen Informationsproduktion: beschreibt, wie der BIM-driven Ansatz die Transparenz, Produktivität, Informationsqualität, Reaktionsfähigkeit auf Anfragen, Wettbewerbsvorteil, Innovation und den Übergang zu nachhaltigen Praktiken im Abbruch verbessern wird.
  • Organisationsstruktur und Zusammensetzung des Lieferteams: skizziert die Struktur des Teams des Auftragnehmers und hebt die Schlüsselrollen und Verantwortlichkeiten für die Implementierung von BIM hervor.
  • Verantwortlichkeits-Matrix des Lieferteams: spezifiziert, wer verantwortlich ist, wer konsultiert, informiert oder einbezogen werden muss für jedes Deliverable-Paket (Abfallmanager, digitaler Vermesser, BIM-Modellierer, Berater für digitale Daten).
  • Angewandte Technologien: listet die Software auf, die zur Erstellung der Deliverables verwendet wird, einschließlich nativer Formate und Versionen. Die Nutzung der Datenraumumgebung (CDE) des Kunden und die Verantwortlichkeiten beider Parteien werden spezifiziert.
  • Strategie zur Modellföderation: erläutert, wie das informative Modell des Projekts (PIM) segmentiert wird, um die Zusammenarbeit zu erleichtern.
  • Mobilisierungsplan des Lieferteams: beschreibt den Prozess, der vor Beginn des Projekts implementiert werden muss, um Risiken zu mindern, einschließlich einer Checkliste zur Teambestimmung, Kompetenzbewertung, Schulung, Auswahl von Software und Hardware sowie Festlegung der Kommunikationsverfahren.
  • Informationslieferverfahren: definiert die Schlüsselschritte zur Erstellung und Lieferung von Informationen an den Kunden, einschließlich der Erstellung des Modells, Qualitätskontrolle, Überprüfungssitzungen, Upload auf das CDE, Korrektur von Kommentaren und Datenübertragung.

3. Informationsstandards, Methoden und Verfahren zur Informationsproduktion:

  • Projektspezifische Standards: listet die Referenzstandards (ISO 19650, CEN/EN 17412-1/ISO 7817, ISO 16739-1, EWC-Codes, Uniclass) und die verwendeten Maßeinheiten auf.
  • Konventionen zur Identifizierung von Informationscontainern: definiert das Benennungsschema für Dateien und Modelle, einschließlich Codes für Projekt, Herkunft, Unterteilung, Standort und differenzierende Disziplinen sowie Dokumententypen.
  • Authoring-Software und Daten: spezifiziert die Bedeutung der Authoring-Software und der Versionen für die Interoperabilität und das Engagement, Daten sowohl in proprietären als auch in offenen Formaten auszutauschen. Ein Verfahren zur Verwaltung von großen Dateien wird definiert.
  • Funktionen des Informationsmanagements: präsentiert eine Verantwortlichkeitsmatrix für die verschiedenen Aktivitäten des Informationsmanagements (Softwarekonfiguration, Datenformatierung, Überwachung des Datenaustauschs, Föderationsstrategie usw.).
  • Prozess der Erstellung und Zusammenarbeit von Informationen: beschreibt detailliert die Verfahren zur Erhebung des Objekts (Inventar der Komponenten, Materialien und Maschinen), die Erfassung durch Laserscanning, die BIM-Modellierung (mit spezifischen Regeln für die Benennung von Objekten und Materialien) und das Parsing der Daten für den Marktplatz. Eine Tabelle mit dem Personal, das für die verschiedenen Aktivitäten verantwortlich ist, wird beigefügt.
  • Koordinationsstrategie und Verfahren zur Qualitätskontrolle: definiert die Arten von Sitzungen, deren Häufigkeit, Teilnehmer und Ort. Es werden QA/QC-Verfahren beschrieben, um die Genauigkeit und Konformität der Informationen zu gewährleisten, einschließlich einer Prüfcheckliste.
  • Informationssicherheitsstrategie: definiert die Sicherheitsstufen für die durch das Projekt generierten Informationen, gemäß ISO 19650-5:2020, und die Verantwortlichkeiten für Klassifizierung und Zugang.
  • Risikomanagementstrategie: beschreibt den Prozess zur Identifizierung, Bewertung, Minderung und Überwachung der Risiken, die mit der Nutzung von BIM verbunden sind. Ein Formular für das Risikoregister wird bereitgestellt.
  • Abweichungen von den EIR und deren Begründung: sieht einen Abschnitt vor, um etwaige Abweichungen von den Informationsanforderungen und deren Begründungen zu dokumentieren.

Anhänge:

  • Master Information Delivery Plan (MIDP): Eine Vorlage für die detaillierte Planung der Informationslieferung.
  • Mobilisierungscheckliste: Eine Liste von Überprüfungen, die vor Beginn der Informationsproduktion abgeschlossen werden müssen.
  • Vor-Abbruch-Materialinspektionsvorlage: Eine Vorlage zur Datensammlung während der Inspektion der Materialien vor dem Abbruch.

Struktur und Inhalte des BEP für den „Track: New Construction“ (Neubau)

Der Anhang 2 des Dokuments präsentiert die Struktur der BEP-Vorlage, die für Neubauprojekte angepasst wurde, mit einem speziellen Fokus auf die Energieanalyse und die Nachhaltigkeit des Designs.

Diese Vorlage hebt die Unterschiede zum BEP für die Demontage hervor und erfüllt die spezifischen Informationsanforderungen für neue Projekte.

Die Hauptstruktur umfasst die folgenden Abschnitte:

  1. Der Umfang des BEPs: definiert, dass das BEP für den Neubau sich auf die Unterschiede zum BEP für die Demontage konzentriert, insbesondere hinsichtlich der spezifischen Informationsanforderungen für diese Art von Projekten, wie die Energieanalyse und die Förderung der Kreislauffähigkeit von Materialien in der zukünftigen Demontagephase.
  2. Wichtige Bestimmungen des EIR:
    • BIM-Ziele des Projekts: spezifiziert die Ziele der Nutzung von BIM in neuen Projekten, einschließlich der Zusammenarbeit, des Verständnisses der Konnektivität der Elemente für die Planung der Dekonstruktion, der Bereitstellung von Umweltdaten für die energetische Simulation und die LCA/LCC-Schätzung, der Erstellung digitaler Darstellungen zur Identifizierung von Schlüsselfaktoren, der Quantifizierung der Materialien für die LCA/LCC-Schätzung und die selektive Demontage, der Einsparung von Kosten und Zeit sowie der Integration mit den Märkten für Sekundärprodukte.
    • Hochrangige Liste der Projektlieferungen: umfasst ein konzeptionelles BIM-Modell zur Berechnung des Energieverbrauchs für die Heizung/Kühlung des Gebäudes während seines Lebenszyklus.
    • Projektbeteiligte und deren Funktionen: identifiziert die Beteiligten, die in der Planungsphase involviert sind (Kunde/Eigentümer/Entwickler, Generalunternehmer, Architekturbüro, Ingenieurbüro mit den Teams für Tragwerk, TGA und Energiemodellierung & Simulation, Projektberater) und beschreibt deren Rollen.
    • Verantwortlichkeitsmatrix des Lieferteams: spezifiziert die Verantwortlichkeiten der verschiedenen Teams (Kunde, Generalunternehmer, Architekt, Ingenieurbüro, Projektberater, Statiker, Energieteam, TGA-Team) für die verschiedenen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Energieanalyse und LCA/LCC.
    • Angewandte Technologien: listet die Software auf, die verwendet wird, einschließlich nativer Formate und Versionen, und spezifiziert auch Software für die energetische Modellierung (EnergyPlus) und die LCA/LCC-Dokumentation.
    • Prozess zur Erstellung und Zusammenarbeit von Informationen: beschreibt die Verfahren für die BIM-Modellierung zur Energieanalyse und hebt die Bedeutung der Spezifikationen des Informationsbedarfs, der Interoperabilitätsrichtlinien und der Benennungsvereinbarungen hervor.
    • Koordinierungsstrategie und Qualitätskontrollverfahren: definiert die Arten von Besprechungen, deren Häufigkeit, die Teilnehmer und den Ort für die Phasen der Vorbereitung, Definition der konzeptionellen Anforderungen, Koordination des Konzeptdesigns, Übergabe des Modells zur Energieanalyse, Festlegung der Ziele für die Energieeffizienz, Planung der energetischen Simulationen, räumliche Koordination, technische Überprüfungen, Fortschrittsüberprüfungen, Erkennung von Konflikten, Überprüfungen mit dem Kunden und Besprechungen zur Einhaltung von Vorschriften.

Das Projekt RecycleBIM stellt eine wegweisende Initiative zur Entwicklung von BEP-Vorlagen dar, die speziell für die Anwendung von BIM am Ende des Lebenszyklus eines gebauten Vermögenswerts und für die schnelle Energieanalyse neuer Projekte gedacht sind, um eine halbautomatisierte Integration der BIM-Modelle mit den Werkzeugen zur energetischen Simulation zu gewährleisten.

Die detaillierte Struktur und die umfassenden Inhalte dieser BEP-Vorlagen bieten eine solide Grundlage für die effektive Implementierung von BIM in Projekten, die auf Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.

Durch die klare Definition der Informationsanforderungen wird die Umsetzung der BIM-Prozesse einfacher, was es ermöglicht, diese Prozesse kontinuierlich zu dokumentieren, zu bewerten und zu verbessern.

Die Einführung des BEP schließt nicht nur eine Lücke in der Nutzung von BIM für Demontage und Dekonstruktion, sondern fördert auch einen Übergang zu umweltverantwortlicheren Methoden im gesamten Bauwesen.

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